Dem Fehlverhalten im Verkehr auf der Spur

Alexander Zimbehl (links) und Dirk Schell bestätigen für das Langenhagener Polizeikommissariat das grundsätzlich zielgerichtete Vorgehen. (Foto: G. Gosewisch)

Polizei sorgt für Sicherheit, Einsicht muss noch wachsen

Langenhagen (gg). „Ohne Repressionen geht es nicht“, sagt Alexander Zimbehl, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes (ESD) im Langenhagener Kommissariat. Das polizeiliche Eingreifen bei Fehlverhalten im Straßenverkehr trifft Kraftfahrzeugfahrer ebenso wie Fahrradfahrer oder Fußgänger. Mehr als 20 Sonderaktionen zusätzlich zur Alltagsorganisation haben die Beamten im abgelaufenen Jahr durchgeführt. Auf die Kontrolle und das Ahnden von Verstößen reagieren insbesondere Fahrradfahrer nicht selten mit Protest und Verärgerung, bestätigt der ESD-Leiter. Dem Ärger über die Ahndung soll im Idealfall bald die Einsicht folgen, dass es einfach zu gefährlich ist, Verkehrsregeln zu missachten. Der Kontaktbeamte Dirk Schell erklärt: „Es geht um Sicherheit und das Erkennen, wie dicht es auf den Straßen zugeht. Das Gespräch hilft, die Situation und das eigene Verhalten neu einzuordnen.“ Alexander Zimbehl ergänzt: „Wir haben den Eindruck, dass die Polizei durchaus positiv wahrgenommen wird.“ Nicht zuletzt sei das auch ein Ergebnis der umfangreichen Präventionsarbeit, die fortgeführt werden soll und mit dem Zuzug von Flüchtlingen eine Aufgabenerweiterung erfahren hat. Dirk Schell berichtet: „In den Herkunftsländern der Flüchtlinge gibt es ganz andere Regeln im Straßenverkehr – zumindest eine andere gelebte Praxis. Hier ist ein rotes Ampellicht nicht egal, sondern muss beachtet werden. Die Einweisung in die hiesigen allgemeinen Verkehrsregeln, das Erklären der Verkehrsschilder und die Aufteilung von Geh-, Radweg und Fahrbahn, haben wir in den Flüchtlingsunterkünften sowohl den Erwachsenen als auch den Kindern gegeben.“ Fortgeführt werde die Schulwegüberwachung. Die Polizei arbeite „regelmäßig bis temporär an Grundschulen und an weiterführenden Schulen“. Bewährt habe sich die regelmäßige Überprüfung des Zustands der Fahrräder. Mit Unterstützung des Präventionsrates spricht sich Dirk Schell für die Einrichtung eines Fahrrad-Übungsplatzes aus, der im Eichenpark eingerichtet werden soll.
Im Januar soll es eine Schwerpunktwoche Verkehrssicherheitsarbeit geben, so die Ankündigung von Alexander Zimbehl. Denkbar sei der Fokus auf die Winterreifen-Kontrolle, aber je nach Witterung werde das flexibel gehalten.