Dem Naturschutz verbunden

Ricky Stankewitz zieht Bilanz seiner Amtszeit

Langenhagen. In der nächsten Sitzung des Stadtplanungs- und Umweltausschusses am Dienstag, 23. Feburar, um 17.45 Uhr im Ratssaal, Marktplatz 1, wird die Bestellung des Naturschutzbeauftragten der Region Hannover für den Bereich Langenhagen erörtert. Die Amtszeit von Ricky Stankewitz, der das Amt in den vergangenen fünf Jahren inne hatte, endet am 30. Juni. Die Stadtverwaltung schlägt ihn zur Wiederwahl vor. Ricky Stankewitz steht dem offen gegenüber, würde gerne weiterarbeiten. Er zieht positive Bilanz: "Aus meiner Sicht kann die Arbeit dieser ersten Periode als sehr erfolgreich bewertet werden. In der lokalen Wirtschaft, insbesondere beim Flughafen Hannover, konnte ich die Bereitschaft zu mehr Verantwortung zum Schutz der Natur erreichen. So hat die Hermes Logistik GmbH ihre Außenanlagen im Nord-HUB Langenhagen ökologisch gestalten lassen. Der Flughafen hat Aufgrund meiner Initiative, in Zusammenarbeit mit Sigrid Fedler von der unteren Naturschutzbehörde Region Hannover, 25 zugewachsene Kleingewässer sanieren lassen, so dass inzwischen 19 dieser Gewässer wieder vom Laubfrosch genutzt werden. Durch meine Fortbildung zum Wespen- und Hornissenberater helfe ich bei Problemen mit diesen Hautflüglern in Langenhagen, teilweise auch über die Stadtgrenzen hinaus. Mein ehrenamtliches Engagement beim NABU ist für die Funktion des Naturschutzbeauftragen sehr hilfreich. So konnte durch die großartige Unterstützung der im NABU Langenhagen aktiven Helfer, insbesondere im Amphibienschutz viel erreicht werden. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis ich bei einigen Langenhagener Landwirten Vertrauen in meine Person aufbauen konnte. Hieraus ergeben sich für die Zukunft Möglichkeiten, für naturschutzrelevante Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz."
Eine dringliche und wichtige Aufgabe für die kommenden Jahre sieht Ricky Stankewitz in der von der Bundesreigierung vorgelegten "nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt". Das Bundesumweltministerium habe in der "Naturschutzoffensive 2020“ Förderprogramme angekündigt. "Wenn es gelingt aus diesen Töpfen Geld nach Langenhagen zu holen, ist das ein Schritt in die richtige Richtung", meint der Naturschutzbeauftragte.
Unabhängig davon sei eine bessere Vernetzung aller Naturschutz-Akteure erforderlich. "Beispielsweise benötigen wir dringend die Unterstützung der Jägerschaft bei der Bekämpfung von Neozoen wie Waschbär und Marderhund. Für die Pflege von Naturschutzflächen werden verlässliche Partner aus der Landwirtschaft benötigt. Es müssen aber auch Wege gefunden werden, wie die landwirtschaftliche Flächennutzung naturverträglicher gestaltet werden kann, ohne das Landwirte um ihre Existenz fürchten müssen", erklärt Ricky Stankewitz.