Demenz verstehen und Brücken bauen

Selbsthilfe-Forum und Vortrag am 23. Februar

Region. Ein Mensch mit Demenz verliert nach und nach seine Erinnerungen sowie seine geistigen, sozialen und schließlich körperlichen Fähigkeiten. In den meisten Fällen ist dieser Weg vorgezeichnet und kann nicht verhindert, wohl aber verlangsamt werden. Dies auszuhalten und zu begleichen, als Angehöriger oder als professionell Pflegender, ist eine schwere Aufgabe. Sie kann erleichtert werden durch Verständnis für die jeweilige Erkrankung und für die Art der Veränderungen in der Wahrnehmung, dem Erleben und Verhalten der Betroffenen. Menschen mit einer Demenz halten sich weder an Regeln noch an Pflegekonzepte oder einen ordentlichen Stationsablauf. Und das nicht, weil sie das nicht wollen, sondern weil ihnen nach und nach die Fähigkeit dazu verloren geht. Was sie brauchen ist ein Umfeld, in dem ihre Verhaltensweisen nicht als abweichend sondern vielmehr als normal angesehen werden, in dem sie Freiräume haben.
Das Krankheitsbild Demenz, die Ursachen sowie Symptome werden Thema im Selbsthilfe-Forum am Montag, 23. Februar, um 18 Uhr im Klinikum Region Hannover Psychiatire Wunstorf (Sozialzentrum-Saal, Eingang Hindenburgstraße) sein. Die Aufrechterhaltung eines angemessenen Ernährungszustandes der Betroffenen wird erörtert. Es werden alltäglicher Probleme mit an Demenz erkrankten Menschen sowie mögliche Lösungsansätze aufgezeigt. Referentin ist Aida Kocan, Pflegefachkraft für Gerontopsychiatrie und Leiterin einer offenen Angehörigengruppe für den Demenzbereich.
Eingeladen sind Teilnehmer aus Selbsthilfegruppen, Patienten, Angehörige, Personal und Interessierte. Den kulinarischen Sechser würfelt das Koch- und Back-Team der Tagesstätte Balance aus Berenbostel ab 17.30 Uhr. Der Büchertisch wird weitere Literatur anbieten.
Die Veranstaltung wird mit freundlicher Unterstützung des KRH-Direktoriums durchgeführt. Für die Teilnahme wird um Anmeldung gebeten: Telefon 05031 93 17 32 oder E-Mail Birgit.Frenz@krh.eu.