Der "Bürgermeisterin-Macher"

Ein Prosit auf 40-jährigen Mitgliedschaft: Ute Biehlmann-Sprung und Heinz Mahlberg. Landtagsabgeordneter Rainer Fredermann (links) freut sich mit.  (Foto: K. Raap)

Heinz Mahlberg beim Grünkohl-Essen der Godshorner CDU geehrt

Godshorn (kr). „Ich kann Ihnen versichern, ich habe richtig viel Freude an meiner Tätigkeit als Ortsbürgermeisterin von Godshorn“, das betonte Ute Biehlmann-Sprung, sichtlich gut aufgelegt, bei der Begrüßung der Gäste beim traditionellen Wurst- und Grünkohlessen der Godshorner CDU im Vinnhorster Restaurant „Trocadero“, genauer gesagt im Saal der ehemaligen Walhalla-Lichtspiele. Sie könne auf ein ereignisreiches und sehr schönes erstes Jahr ihrer neuen Tätigkeit zurückblicken. Viele Menschen habe sie kennen- und schätzen gelernt bei meist sehr freundlichen Begegnungen, die sie so nicht erwartet hatte. Schließlich habe sie ein großes Erbe angetreten. Nach der Ehrung von Sigrid de Weber für 25-jährige CDU-Mitgliedschaft galt ein ganz besonderes Dankeschön Heinz Mahlberg: „Vor 40 Jahren ermutigte ihn seine Schwiegermutter, in die Godshorner CDU einzutreten. Und dort engagierte er sich unter anderem als Schriftführer, stellvertretender Vorsitzender und als Mitglied des Langenhagener Rats.“ Besonders verdient gemacht habe er sich seit Jahren „als bester Schatzmeister, den man sich nur wünschen kann“. Außerdem wäre sie ohne ihn überhaupt nicht in der Kommunalpolitik gelandet. Vor rund einem Dutzend Jahren sei sie bei ihren abendlichen „Gassi“-Gängen mit ihrem Hund, bekleidet meist nur mit Schlafanzug und Pelzmantel, von einem zunächst noch Unbekannten wiederholt bekniet worden, doch in die CDU einzutreten. Irgendwann habe sie nachgegeben und landete beim jährlichen Grünkohlessen. Ihr politisches „Schicksal“ sei ja bekannt. Es sei ihr deshalb eine besondere Freude, Heinz Mahlberg jetzt als „Bürgermeisterin-Macher“ auszeichnen zu können. Riesenbeifall der mehr als  90 Besucher, unter ihnen Landtagsabgeordneter Rainer Fredermann, die Regionsabgeordnete Claudia Hopfe, der Ratsvorsitzende aus Langenhagen, Andreas Friedrich sowie Kaltenweides Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky. Als Stammgäste begrüßte sie unter anderem „Uraltbürgermeister“ Reiner Godorr, „Mister Jazz-Matinee“ und Ratsherr Horst-Dieter Soltau sowie Musikdirektor Ernst Müller.
Für den flotten musikalischen Rahmen sorgte auch in diesem Jahr das Bläserkorps Godshorn unter der Leitung von Urte Tuntke. Leider waren die hohen Notenpulte für einen Bühnenauftritt völlig ungeeignet. Denn von unten ist von den Gesichtern der Musiker fast nichts zu sehen.
In der Ortschaft wurde Heinz Mahlberg auch als engagierter Kämpfer für den Erhalt des Godshorner Bades bekannt. Mit einigen Gleichgesinnten hatte er 2002 die „Interessengemeinschaft Pro Schwimmbad“ gegründet und in kurzer Zeit mehr als 5.500 Stimmen gesammelt und der damaligen Langenhagener Bürgermeisterin Susanne Schott-Lemmer übergeben. „Wir wollten verhindern, dass ein derart attraktives und intaktes Freizeitgelände dem Boden gleichgemacht wird“, erinnerte sich Heinz Mahlberg in einem Gespräch mit dem Langenhagener ECHO. Er hatte das Bad 45 Jahre regelmäßig besucht, zuletzt als Sprecher der Frühschwimmer. Auch heute noch bezeichnet er die Bad-Schließung als „unrühmliche Vernichtung von Werten“. Mahlberg überrascht seine Mitmenschen immer wieder durch besondere Ideen. Für Freunde und Bekannte veranstaltet er regelmäßig ausgetüftelte Reisen. Die 18. Unternehmung führt im nächsten Jahr zur Insel Werder bei Potsdam, kombiniert mit tollen Schifffahrten. Und nicht zuletzt: Heinz Mahlberg gehört auch dem SV Godshorn an, eine Königsscheibe hängt längst an seiner Hauswand.