Der erste Geburtstag nach dem Achtzigsten

Dass es für Herbert Kinner (Mitte) im Kangarou Sportcenter Geburtstagskuchen gibt, ist Ehrensache für Trainer Markus LIeferenz und Sarah Holtmeier. (Foto: G. Gosewisch)

Herbert Kinner bewahrt körperliche und geistige Fitness

Langenhagen (gg). Nun wurde ein 81. Geburtstag im Kangarou Sportcenter an der Kopernikusstraße in besonderer Weise gefeiert, denn es ist der erste Geburtstag für den Sportler Herbert Kinner nach dem sprichwörtlichen Meilenstein. „Zu meinem 80. Geburtstag habe ich im Krankenhaus gelegen. Das war keine gute Zeit“, sagt er nun mit Erleichterung in der Stimme, denn der absolvierten Hüftoperation folgten Komplikationen. Die sind nun überwunden. Herbert Kinner besann sich auf Gelerntes und auf Erfahrungswerte. „Als Heilpraktiker habe ich da Möglichkeiten“, sagt er. Was ein Wendepunkt in seinem Leben war, steht für ihn längst nicht mehr im Mittelpunkt, denn er blickt nach vorn und freut sich an dem, was er hat. Dazu gehört ganz klar das Gemeinschaftsgefühl im Kangarou Sportcenter. Hier trainiert er seit mehr als 15 Jahren. „Seine Disziplin ist toll“, sagt Trainer Markus Lieferenz. Es sei die Regelmäßigkeit, die so viel bringe. „Viele trainieren sich muskuläre Disbalancen an“, sagt er. Der Begriff beschreibe ein Ungleichgewicht zwischen trainierten und untrainierten Muskeln. Gut für den Körper sei eine Ausgeglichenheit, wie bei Herbert Kinner. „Und die motorischen Fähigkeiten halten auch den Geist fit, wie wir an ihm erleben“, so die Überzeugung von Markus Lieferenz. Sarah Holtmeier, die im Kangarou Sportcenter den Service managt, kann das nur bestätigen, denn es gebe quasi nichts, zu dem Herbert Kinner nicht einen flotten Spruch auf den Lippen hat. Seine Schlagfertigkeit bringe die Mitsportler allesamt zum Lachen. Und, so eine Randnotiz von Markus Lieferenz, richtig gute Laune komme auf, wenn Herbert Kinner auf kleine Sticheleien kontert. Seit dem stehe der 104. Geburtstag als Zielmarke. „Ich weiß auch nicht, warum ich das gesagt habe, aber irgendwie fühlt es sich richtig an“, bestätigt Herbert Kinner und erinnert sich gut an die Situation. So habe er einfach nur reagiert, als er im Spaß von Mitsportlern gefragt wurde: „Na, kannste noch?“ Seine Antwort: „Na wartet nur, ich werde hier weiter trainieren, bis ich 104 bin. Ihr werdet schon sehen.“