Der etwas andere Schultag

Pflastersteine verlegen will gelernt sein. (Foto: O. Krebs)

Berufsorientierung an der IGS Langenhagen

Langenhagen (ce.). Tischler, Metallbauer, Schornsteinfeger, Polizist: Tausende Berufe auf verschiedenen Feldern werden Jugendlichen heute geboten. Um ihnen einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Berufswelt zu geben, hat die IGS Langenhagen am Mittwoch eine praktische Berufsorientierung für den achten Jahrgang angeboten. „Es geht darum, dass die Schüler eine Idee dafür bekommen, was sie machen möchten. Ihnen ist die Vielfalt von Berufen nicht bekannt“, sagt Jahrgangsleiter Jens Aschenbrenner. Ein Teil der Schüler habe schon konkrete Ideen für einen Berufswunsch. „Andere haben noch gar keine Vorstellungen.“
Emilia (14) hat bei Tischler Bohne eine vorgefertigte Musikbox für das Smartphone bearbeitet: „Das hat sehr viel Spaß gemacht.“ Berufsvorbereitung findet die 14-Jährige wichtig: „Viele wissen einfach noch nicht, was sie später machen wollen. Da hilft es in verschiedene Bereiche zu schnuppern.“ Zuvor haben sich die Schüler am Stand von MTU mit Zylindern und der Luftversorgung auseinandergesetzt. Alexander (14) hat schon genaue Berufsvorstellungen: „Ich möchte Polizist werden. Das ist mein Traumberuf.“ Trotzdem hat der 14-Jährige auch andere Berufsfelder kennen gelernt. „Der Stand der MHH war sehr interessant. Ich mag es anderen Menschen zu helfen und kann mir auch diesen Bereich vorstellen.“ Die Polizei legt ihren Schwerpunkt auf Fragen und Antworten: „Ein praktisches Kennen lernen des Berufes ist in der kurzen Zeit schwer. Die Schüler haben aber viele Fragen zur Bewerbung, dem Auswahlverfahren und den Berufsperspektiven, die wir beantworten“, sagt Polizeikommissarin Marie Gloza.
Bei Strabag durften die Schüler Pflastersteine verlegen. Für Juliane (13) ist das kein Traumberuf. „Es klappt ganz gut, aber ich möchte lieber im Tierbereich arbeiten.“
Rund 15 Unternehmen haben sich an der Berufsorientierung beteiligt. Finanziert wird das Projekt von der Koordinierungsstelle Berufsorientierung im Kultusministerium und der Agentur für Arbeit.