Der Kampf gegen den Bahnriesen

Bürger für Kaltenweider machen online mobil

Kaltenweide (ok). Dem Verein "Bürger für Kaltenweide" geht es nicht schnell genug, der Zaun an den Bahngleisen soll endlich kommen. Rückblick: ein 15-Jähriger kam hier ums Leben, als er am Sonntag, 7. April, beim Überqueren der Gleise von einem vorbeifahrenden Zug erfasst worden ist. Viele Kaltenweider fordern nun einen Zaun; die Stadt Langenhagen bietet an, ihn zu finanzieren und instand zu halten. Doch die Bahn lehnt es bisher ab, dass auf ihrem Grund und Boden ein Zaun aufgestellt wird. Auf eine "gemeinsame Lösung" will sich Markus Villwock vom Verein "Bürger für Kaltenweide" nicht verlassen, sieht auch nicht so recht, wie sie aussehen soll. Denn: "Ein Zaun, der zu weit entfernt vom Bahngelände entsteht, hilft uns wenig." Damit das tragische Unglück nicht doch noch in Vergessenheit gerät, hat der Verein auf der Petitionsplattform change.org eine virtuelle Unterschriftenliste eingerichtet. Vereinsmitglied Florian Windeck: "Der Verein hofft über diese Aktion genügend Aufmerksamkeit auf das Anliegen der Kaltenweider Bürgerinnen und Bürger zu bringen, damit die Verhandlungen zwischen Stadt und Bahn nicht im Sande verlaufen." Weitere Informationen auf der Internetseite http://www.30855.de und auf einer Sonderseite http://bahn.30855.de.