Der Mäuserich auf Brautsuche

Martinskita-Kinder feierten mit Steven Selladurai die Filmvorführung.

Martinskita-Trickfilm mit sinniger Botschaft

Engelbostel (gg). Fabelhaft, im wahrsten Sinn des Wortes, setzt sich die Filmproduktion in der Martinskita fort. Dabei lagen die Erwartungen hoch, nachdem im vergangenen Jahr der Trickfilm „Der süße Brei“ mit Witz und moralischer Botschaft nicht nur zig Mal angeschaut und gefeiert wurde, sondern sogar beim Kurzfilm-Wettbewerb der Region Hannover und des Landkreises Celle den ersten Preis in der Kategorie Kitas/Grundschulen gewonnen hat. Es war das Engagement von Steven Selladurai, Erzieher in der Martinskita, der mit großem kreativem Talent die Perfektion des Trickfilms formte. Dass die Kita-Kinder mit Ausdauer am Projekt mitarbeiteten, sprach für sich. Die Neuauflage steht dem in nichts nach: Im Film „Der Mäuserich auf Brautsuche“ gibt es wieder eine Allegorie. Auf Basis einer französischen Fabel hat Steven Selladurai mit den Kita-Kindern, die in die Grundschule wechseln, eine eigene Version entwickelt. Wie sollen die Kulissen aussehen, Geräusche, Dialoge – die strukturierte Vorbereitung war Pflicht. Dann standen Bastelarbeiten und Tonaufnahmen auf dem Programm. 1.050 Einzelfotos wurden zu einem Trickfilm zusammengefügt. Steven Selladurai widmete sich dem Schnitt, eine Freizeitbeschäftigung der zeitraubenden Sorte.
Stolz präsentierten 14 Kinder aus der Pünktchen- und Bärengruppe ihren Eltern die Filmvorführung und erhielten tosenden Applaus.
Zur Handlung: Ein Mäuserich war hochmütig und wollte nicht seinesgleichen heiraten. Er ging auf Brautsuche, aber er wollte nicht irgendjemanden heiraten, sondern das mächtigste Wesen, was es gibt. Er dachte an die Sonne, da ihm nichts Mächtigeres und Höheres in den Sinn kam. Er machte sich also auf den Weg. Er macht ihr einen Antrag und sagt ihr, sie sei das Mächtigste und Schönste, was es gibt, die belehrt ihn jedoch eines Besseren und sagt, es gebe noch ein viel stärkeres Wesen, als sie es sei. Wenn das Wesen kommt, würde man sie nicht mehr sehen und würde sie am Scheinen hindern. Zudem würde es kälter werden. Die Maus folgt der Sonne und beobachtet, wie eine große Wolke sie verdeckt. Nun macht er denselben Antrag der Wolke. Diese belehrt ihn ebenfalls eines Besseren, da es ein noch mächtigeres Wesen als sie gäbe. Wenn das kommt, würde sie auseinandergerissen und in alle Himmelsrichtungen verstreut werden. Darauf erscheint der Wind und bläst sie auseinander. Diese fragt sie nun auch nach einer Heirat, da sie das schönste und mächtigste Wesen sei. Der Wind verweist auf noch etwas viel Mächtigeres, woran er sich seit Jahren abmüht. Er pustet und pustet, doch das andere Wesen stört sich nicht daran. Er folgt dem Wind und sieht, wie dieser mit voller Kraft versucht, einen Turm zum Einsturz zu blasen. Dieser rührt sich jedoch nicht. Nun fragt sie die Frau Turm, ob sie ihn heiraten möchte, welche jedoch antwortet, dass unter ihr ein mächtiges Wesen lebt, das an ihr seit Jahren frisst, sodass sie bald einfach einstürzen wird. Die Maus geht nun in das Kellergewölbe unter den Turm und sieht die kleine Maus, an der sie am Anfang des Films, ohne wirklich Kenntnis von ihr genommen zu haben, vorbeigegangen ist. Diese knabbert eine tragende Stütze an, worauf der Turm einzustürzen beginnt. Die Mäuse laufen raus und beobachten den Turm beim Einsturz ins Meer. Nun macht der Mäuserich der andern Maus einen Antrag, welchen sie annimmt. Sie küssen sich und Herzen steigen auf. Die Maus lernte nun, dass man nicht groß sein muss, um stark zu sein.