Der Segelclub kann endlich bauen

Rat der Stadt Langenhagen stimmt Zuschuss von rund 80.000 Euro zu

Langenhagen (ok). Bernd Röber, dem Vorsitzenden des Segelclubs Passat, dürfte am Montagabend in der jüngsten Ratssitzung ein Stein vom Herzen gefallen sein. Der Rat der Stadt Langenhagen hat sich mehrheitlich dazu entschieden, den Zuschuss für den Bau des neuen Vereinsheims an der Emil-Berliner-Straße zu gewähren. Doch längst nicht alle Ratsmitglieder waren davon überzeugt, gerade angesichts der angespannteren Haushaltslage mit einem erwarteten Minus von zwölf Millionen Euro bei der Gewerbesteuer. Wilhelm Behrens (Unabhängige) betonte, dass er zwar seit seinem 14. Lebensjahr Segler sei, dem Antrag des Segelclubs Passat aber trotzdem skeptisch gegenüberstehe. Er stehe bedingungslos hinter den Langenhagener Vereinen, aber es gebe auch andere Möglichkeiten mit weniger Zuschussbedarf. Der Antrag des Segelclubs auf Zuschuss für den Bau einer Bootshalle und eines Vereinsheimes beläuft sich auf 80.502 Euro. Der Vereinsvorsitzende Bernd Röber ist froh über die Mehrheitsentscheidung. Seiner Ansicht nach hat die Zeit gedrängt, eine angesparte Summe müsse auf Drängen des Finanzamtes investiert werden. Sonst laufe der Verein Gefahr, seine Gemeinnützigkeit zu verlieren. Zum Hintergrund: Der Segelclub hat sein Vereinsheim zurzeit noch „Am Moore“, konnte aber bereits ein Grundstück an der Emil-Berliner-Straße in Erbpacht übernehmen. Rund 45.000 Euro hat der Verein in der vergangenen Jahren angespart, 72.500 Euro kommen vom Landessportbund dazu, und ein Darlehen über 60.000 Euro ist auch vereinbart worden. Da sich jetzt auch die Stadt an dem Projekt beteiligt, ist der Weg für den Neubau geebnet. Der Segelclub Passat strebt somit auch auf lange Sicht an, sein Revier vom Schulenburger Südsee an den Silbersee zu verlegen. Der Rat hätte schon im Herbst 2017 bei den Haushaltsberatungen über den Antrag entscheiden können, ist dann aber bei der damals noch existierenden Mehrheisgruppe einem Kommunikationsdefizit zum Opfer gefallen.