Des einen Freud, des anderen Leid?

Die drei Comedy-Stewardessen. (Foto: D. Lange)

Sonntagsshopping im CCL und Herbstfest auf dem Marktplatz

Langenhagen (dl). Auch wenn die ersten Besucher bereits ab 12 Uhr durch das CityCenter flanierten, so war es dennoch ein eher verhaltener Auftakt zum herbstlichen Shoppingspaziergang. Beide Häuser des CCL füllten sich erst allmählich und zeigten das bei diesen Anlässen gewohnte Bild. Ganze Familien schlenderten auf der Suche nach günstigen Angeboten durch das Center, denn viele Geschäfte lockten gewissermaßen als verspäteter Sommerschlussverkauf mit entsprechenden Kaufanreizen bei Preisnachlässen bis zu 20 Prozent und auch freie Plätze in den Gastronomiebetrieben wurden alsbald zur Mangelware. Dabei wurden die Besucher allerdings bestens unterhalten. Capt`n Sir Julian stelzte piratenmäßig durch das Center, um die Besucher frech und mit versoffener Stimme soweit zu erschrecken, dass sie sich wieder gut unterhalten fühlten. Ganz anders dagegen die drei rotgwandeten Comedy Stewardessen. Schlagfertig und mit viel Witz bringen die himmlischen Flugbegleiterinnen ihr Publikum alsbald auf die nötige Reiseflughöhe für die Einkaufstour durch das CCL. Eine Fortsetzung dessen hätte man sich dann auch draußen gewünscht. Die etwas vollmundig als Herbstfest für die ganze Familie mit international bekannten Künstlern beworbene, zweitägige Veranstaltung auf dem Marktplatz erwies sich letztlich als eine eher lieblose Aneinanderreihung von Verpflegungsbuden, einem wenig frequentiertem Kinderkarussell und einer kleinen Bühne. Auf dieser mühten sich die beiden Iren Steve Reeves und Freddie McCorkey zwar nach Kräften und mit viel Lautstärke, aber letztlich vergeblich, das spärlich vorhandene Publikum zum Tanzen und Mitsingen zu animieren. Über die beiden anderen Musikkünstler lässt sich wenig mehr sagen, als das die Schlagersängerin Chris Elaine ihre vor einigen Jahren erlittene schwere Krankheit mit ihren Liedern zu verarbeiten sucht und dass die Liedermacherin Kiki eigene Songs zur Gitarre singt. Als Bühne musste für beide der wenig inspirierende Eingang zur Post herhalten. Der für Sonntag angekündigte Flohmarkt wurde mangels Beteiligung ganz abgesagt und einzig die kleine Kasperlebühne vermochte zumindest die Kleinsten Besucher zu fesseln. Fairerweise sollte natürlich negative der Einfluss des naßkalten Wetters auf das sparsame Geschehen auf dem Marktplatz nicht unerwähnt bleiben. Davon wiederum profitierte allerdings das CCL, das sich bei einsetzendem Regen als geeignete Alternative empfahl und schlagartig wieder füllte. Wetterbedingt verpuffte leider aber auch die an sich gute Idee der über den ganzen Platz verteilten Sitzgelegenheiten. Sowas würde man sich eher beim Stadtfest wünschen.