Deutschlands nördlichste Tropfsteinhöhle

Auch bei Regen marschierten die Wanderer los.

Tai-Chi-Gong-Sparte des VfB Langenhagen wanderte zur Schillat-Höhle

Langenhagen. Vor Kurzem plante die Tai-Chi-Gong Sparte des VfB Langenhagen eine Wanderung zur Schillat-Höhle bei Langenfeld am Süntel. Beim Blick aus dem Fenster ließ sich am Vormittag schon Schlimmes erahnen. Die Nacht vorher hatte es unwetterartig geregnet und es sah immer noch böse aus. Trotz allem starteten elf Mitglieder Richtung Süntel. Auf dem Weg dorthin Regen. Am Parkplatz in Raden zogen die Wanderer Regenkleidung an und marschierten los. Von der schönen Landschaft war durch starken Nebel den ganzen Tag nichts zu sehen. Über schlammige, feuchte Wege erreichten die Wanderer das Dachtelfeld, einen historischen Ort. Im Jahr 782 hielten die Franken unter Karl dem Großen das Land der Sachsen besetzt. Unter der Führung von Herzog Widukind wurde ein großes fränkisches Heer von den Sachsen geschlagen. Vom Blut der Soldaten sollen sich die Bäche rotgefärbt haben. Nächstes Ziel war die Blutbachquelle im Süntel, es regnete immer noch. Von hier bis zur Schillat-Höhle war es nicht mehr weit. Die Landfrauen bewirtschaften hier ein kleines Cafe. Bei einer anschließenden Gruppenführung erfuhren alle die Geschichte der Höhle. 1992 wurde die Höhle bei Sprengarbeiten im Steinbruch entdeckt und zur Schauhöhle ausgebaut. Die Schillat-Höhle ist Deutschlands nördlichste Tropfsteinhöhle und besteht aus Kalkgestein. Die langgestreckte Höhle wurde durch Wassermassen in Zigtausenden von Jahren ausgespült. Mit einem Fahrstuhl mit Glaswand fuhren die Teilnehmer in 45 Meter Tiefe und starteten unseren Rundgang. Der Weg führte unter anderem an Schauvitrinen mit Fossilien und Mineralien vorbei, zu denen interessante Erläuterungen gegeben wurden. Ein Drei-D-Dia-Schau mit Bildern aus der benachbarten streng geschützten Riesenberghöhle rundete den Besuch ab.