Die Bewertung der Schutzgüter

Landschaftsplan im Stadtplanungs- und Umweltausschuss vorgestellt

Langenhagen (dl) Der Stadtplanungs- und Umweltausschuss stellte auf seiner Sitzung am Donnerstag die ersten Ergebnisse und Entwürfe eines künftigen Landschaftsplans vor, der für die kommenden 10 bis 15 Jahre gültig sein soll.
Ein erstes Gutachten dieser Art stammt aus dem Jahr 1994 und wird nun aufgrund erhöhter Anforderungen aktualisiert mit dem Ziel, die umfassende Planungsgrundlage für einen Flächennutzungsplan zu erhalten mit den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege und Bauplanung. Kirstin Wahler und Gerswin Wellner vom Planungsbüro PlanB erläuterten den Mitgliedern des Ausschusses die ersten Ergebnisse einer objektiven Beurteilung des gesamten Landschaftsbildes sowie einer Bestandsaufnahme und Bewertung des gegenwärtigen Zustands von Natur und Landschaft. Diese gliedert sich zunächst in die vier Schutzgüter Arten/Biotope, Landschaft, Klima/Luft und Boden/Wasser, die in dieser Phase noch einzeln bewertet werden. Eine zusammenfassende Bewertung aller Schutzgüter wird später ein wesentlicher Bestandteil bei der Entwicklung eines Zielkonzeptes für den angestrebten Zustand von Natur und Landschaft sein. Darin finden sich dann verlässliche Aussagen über Naturschutzgebiete, zu Ausgleichs- und Ersatzflächen oder auch einem Biotopverbundsystem.
Das Stadtgebiet Langenhagen wurde zunächst anhand der vier Schutzgüter-Kategorien kartiert, in Landschaftseinheiten verschiedener Größe unterteilt und besteht demzufolge zu 46 Prozent aus Acker- und Grünlandflächen, 13 Prozent sind Waldflächen und 20 Prozent sind bebaute Gebiete mit Hausgärten. Dazu kommen noch Verkehrswege und Gewässer. Das Flughafengelände als zugleich größte Landschaftseinheit wurde bei der Kartierung nicht berücksichtigt, weil es nicht betreten werden darf und gilt bis auf weiteres ganz allgemein als Grünland. Ebenso wie die Grünflächen entlang von Bahnlinien und Straßen. Die Friedhöfe und Parks in der Stadt, aber auch die Sportanlagen, aufgeschlüsselt nach unterschiedlichen Nutzungstypen, zählen dabei sowohl zu den Kategorien Landschaft als auch Arten/Biotop und werden dementsprechend bewertet. In diesem ersten Entwurf zum künftigen Landschaftsplan wurden in der Kategorie Klima/Luft auch die Wege von Kaltluftströmungen untersucht, ohne dabei zunächst auch die Auswirkungen von Bebauung und Verkehrswegen sowie unterschiedlicher, jahreszeitlich bedingter Wetterlagen auf den Frischluftanteil zu prüfen. Dies und gegebenenfalls eine Einbeziehung des Schutzgutes „Ernährung“ wird in der weiteren Entwicklung des Landschaftsplans fortgeschrieben werden. Dazu kommen weitere Daten von der Region Hannover zu den Bereichen Flora und Fauna, die zu dem Schutzgut Arten/Biotop gehören und dazu beitragen, die Biotoptypenkarte zu vervollständigen.