Die Bürger sollen beteiligt werden

BfK hat Erwartungen an Infrastruktur bei Erweiterung des Weiherfeldes

Kaltenweide (ok). Im ersten Bauabschnitt sollen 135 Wohneinheiten für rund 470 Anwohner entstehen, innerhalb der nächsten Jahren soll das Baugebiet entlang der Altenhorster Straße entwickelt werden.
Ein Trend, den der Verein Bürger für Kaltenweide nicht generell ablehnt, sondern dem er eher offen gegenübersteht. Trotzdem hat der Verein einige Erwartungen in Sachen Infrastruktur. Im Klartext. Der BfK schlägt ein Bürgerbeteiligungsverfahren vor vor, möchte sich aktiv in die Diskussion einbringen. Stichwort „Krippenplätze und Kindergartenplätze“. Die Planung sollte dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden; jeder einen Betreuungsplatz bekommen. Und auch an der Kaltenweider Grundschule sollte jeder Schüler einen Platz bekommen können, über zusätzliche Unterrichtsräume müsse rechtzeitig nachgedacht werden. Das gelte auch für die so genannte nachschulische Betreuung, das Kaltenweider Kinderhaus werde wohl nicht vor 2017 nutzbar sein. Großer Verbesserungsbedarf bestehe auch bei den Freizeitmöglichkeiten – ein Jugendtreff und ein IKEP ohne Betreuung reichten bei weitem nicht aus. Bussen und Bahnen seien überlastet und in dem Positionspapier wird auch die Frage gestellt, ob die Zahl der Ärzte ausreiche und die Freiwillige Feuerwehr personell in der Lage sei, die zusätzlichen Kapazitäten im Weiherfeld abzudecken. Gleiches gelte auch für die Polizei. Weitere Engpässe aus Sicht des BfK: die Nahwärmeversorgung übers Blockheizkraftwerk – hier sollte den Bewohnerinnen und Bewohnern gegebenfalls selbst die Wahl überlassen werden – und das Breitband-Internet. Und: Ein ausgewogenes Lichtkonzept müsse her – viele Straßen und Wege würden mit Licht überflutet – Stichwort „Lichtverschmutzung“ – an anderen, stark frequentierten Stellen fehle dagegen ausreichende Beleuchtung. Ganz wichtig ist dem Verein BfK , dass die Probleme nicht an der Kaltenweider Gemarkungsgrenze enden. So soll es jedem Kind aus dem Norden Langenhagens möglich sein, eine weiterführende Schule in der Kernstadt zu besuchen. Die Stadtverwaltung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel zum Positionspapier sagen; vieles sei noch Zukunftsmusik. So stehe die Art der Bebauung noch nicht fest, und auch die Schulraumplanung sei für den Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Stadtbaurat Carsten Hettwer: „Städtebau und Siedlungsplanung sind bei uns selbstverständlich immer im Fokus.“