Die Chance, etwas Neues zu beginnen

Interessiert verfolgten die Gäste die Präsentation im Café Monopol. (Foto: O. Krebs)

Mitteltrakt im Haus der Jugend nach Umbaukosten von 1,01 Millionen Euro eingeweiht

Langenhagen (ok). Punkt zwei fiel der Vorhang; die alte Uhr am Haus der Jugend erstrahlte in neuem Glanz an der renovierten Fassade des Baus am Langenforther Platz. Der Mitteltrakt wurde nach rund zehnmonatiger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben; der Frost hatte die Bauarbeiten etwas verzögert. Los ging es mit der Führung für die eingeladenen Gäste unter dem Dach; der Dachstuhl ist nach einem Brand vor ein paar Jahren komplett erneuert worden. Im Obergeschoss, das jetzt mit Stahl, neuen Wänden und neuem Fußboden total saniert worden ist, hat jetzt die soziale Gruppe ihre neue Heimat gefunden. Sie war übergangsweise im alten Pastorenhaus der Elisabethkirche an der Niedersachsenstraße untergebracht. Zur sozialen Gruppe gehören sieben Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, die vom Allgemeinen Sozialen Dienst als „Hilfe zur Erziehung“ zugewiesen worden sind. Ein familienergänzendes Angebot mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung. 80 Prozent der Kosten trägt die Region Hannover
Wer ein Stockwerk tiefer ins Café Monopol kommt, erkennt diesen Kulttreff im Haus der Jugend kaum mehr wieder, Die Stahlbetontür ist komplett neu, die Fenster sind zum Teil wiederverwendet worden, der ganze Raum wirkt wie der Mitteltrakt überhaupt hell und freundlich. „Und die jungen Leute sind alle scharf darauf, wieder anzufangen“, sagt Sven Seidel vom Verein zur Förderung von Jugend und Kultur mit rund 50 Mitgliedern, der einen Nutzungsvertrag mit der Stadt Langenhagen abgeschlossen hat. „Wir stellen die Räume aber auch für andere Nutzergruppen zur Vefügung oder planen hier Konzerte“, sagt Seidel. Und weiter: „Wir verschließen uns nicht per se. Mit jedem Neuanfang besteht die Chance, etwas Neues zu beginnen.“
Der Untergeschoss wird in der Hauptsache von einen großen Kreativraum dominiert, in dem unter anderem eine Menge Ferienangebote über die Bühne gehen. Die städtischen Tischler haben hier ganze Arbeit geleistet.
Die Kosten für den Mitteltrakt belaufen sich auf 1,01 Millionen Euro; auf 400.000 Euro soll die Verbindung zum Anbau belaufen, der noch entsteht. Und: Mit einer Million Euro schlagen Abriss und Neubau des Nordtraktes zu Buche, in dem der Verein für Sozialarbeit zu Hause ist. Fehlt nur noch der Balkon, der noch gestrichen werden muss.