Die Damenabteilung besteht seit 50 Jahren

Die Damenabteilung des SV Altenhorst freut sich über das 50-jährige Jubiläum. (Foto: K. Raap)
 
Seit elf Jahren führt Günter Reiche den SV Altenhorst. (Foto: K. Raap)

Am 13. und 14. August feiert der SV Altenhorst sein Schützenfest

Altenhorst (kr). Das ist schon ein stolzes Jubiläum: Die Damenabteilung des SV Altenhorst besteht 50 Jahre. Gefeiert wird am Sonnabend, 13. August, und am Sonntag, 14. August, im Schützenhaus, Altenhorst 9. Es gibt noch ein weiteres, allerdings kleineres Jubiläum, denn der Gesamtverein kann schon auf eine 95-jährige Geschichte zurückblicken. Zum Auftakt des Festes wird Sonnabend in den Mittagstunden die Königsscheibe bei Uwe Burgmüller angenagelt, der sich im Wettkampf gegen Edeltraut Dreyfuß durchgesetzt hatte. Ab 19 Uhr ist im Schützenhaus Tanz mit „DJ Ulli" angesagt. Am Sonntag steht nach einem gemeinsamen Sektempfang das große Festessen auf dem Programm. Zu den Ehrungen, die ab 13.30 Uhr stattfinden, hat sich auch Oberschützenmeister Michael Freiberg angesagt. Für Schwung und Spaß will ab 15 Uhr eine Show-Truppe aus Godshorn sorgen. Zum Ausklang des Schützenfestes ab 17 Uhr übernimmt noch einmal „DJ Ulli" den musikalischen Rahmen.
Die Damenabteilung entstand vor einem halben Jahrhundert mehr aus einer Feierlaune heraus als einer ernsten Überlegung. Doch aus einer spontan gegründeten Minigruppe entwickelte sich relativ schnell eine engagierte Damentruppe. Längst sind die Schützinnen aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Der unvergessene Vorsitzende Ulrich Tarras, der im Jahr 2002 im Alter von 72 Jahren verstarb, hatte in seiner Laudatio beim 25-jährigen Jubiläum der Damen-Abteilung die Aktivitäten der Schützinnen gebührend gewürdigt und dabei auch der engagierten Arbeit der Damenleiterinnen viel Lob gezollt. In den letzten 50 Jahren standen an der Spitze: Melitta Behrens, Barbara Heise, Marion Eike, wieder Barbara Heise, Ulrike Tarras, erneut Barbara Heise und Annegret Bertram. Barbara Heise führte die Geschicke der Damen insgesamt 22 Jahre lang. Seit 2011 heißt die Damenleiterin Melitta Reßmeyer, die sich für das große Jubiläum sicherlich noch einiges ausgedacht hat. Ein in der Flughafenstadt einzigartiges Novum im Schießbetrieb des Vereins darf nicht unerwähnt bleiben: Es wird immer nur eine Majestät ermittelt, weil Damen und Männer stets gegeneinander antreten. Es gibt also nur einen König oder eine Königin. Und da haben die Damen in den letzten Jahren sportlich aufgeholt. Immerhin stellten sie in den letzten 50 Jahren 14 Königinnen.
Es ist zwar kein echtes Jubiläum, aber die 95 Jahre, auf die der Schützenverein Hainhaus, Maspe, Twenge und Altenhorst jetzt zurückblicken kann, erzählen auch viele spannende Geschichten. Ein kurzer Rückblick in die Anfänge des Vereins: Im Jahr 1921 fand in der Gaststätte Fritz Schaumann die Gründungsversammlung statt. 40 aktive und zwei passive Mitglieder traten dem Verein bei. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Wilhelm Brandes aus Maspe. Die erste Königsscheibe holte sich im Jahr 1922 Hans Klingebiel aus Hainhaus. Großzügige Spenden verschiedener Bauern ermöglichten, dass schon im Jahr 1923 die erste Vereinsfahne angeschafft wurde. Die Weihe folgte noch im gleichen Jahr. Geschossen wurde zunächst in der Sandkuhle am Kiebitzkrug, bevor im Jahr 1924 hinter Schaumanns Scheune der erste 50-Meter-Kleinkaliberstand errichtet wurde. Bekannte Persönlichkeiten wie Heinrich Wieters, Heinrich Döpke sen., Helmut Deike und Berthold Heyne leiteten den Verein. Der im Jahr 1966 gewählte Ulrich Tarras führte den Verein mit außergewöhnlichen Aktivitäten 27 Jahre lang. Sein Nachfolger wurde Klaus Sommerfeld. Seit 2005 steht der heute 53-jährige Günter Reiche an der Spitze des Vereins.