Die Düsberg-Schwestern im Rampenlicht

Fast wie Profis: Anna (links) und Marie Düsberg interviewt von Sechstklässlern der IGS Langenhagen.Foto: O.Krebs

SportXperten der IGS interviewten Eishockey-Cracks vor der Kamera

Langenhagen (ok). Kamera läuft in der Eishalle Langenhagen: Die SportXperten aus der 6.1 der IGS Langenhagen löcherten die beiden Eishockey-Cracks Anna (17) und Marie (16) Düsberg von den Lady Jets kräftig mit ihren Fragen, fühlten den beiden Teenagern aufs Zahnfleisch und hielten die Interviews auf Video fest. Denn: Die Story der beiden Kufenflitzer ist eine besondere, wohnen sie doch in Löhne in Westfalen und nehmen dreimal in der Woche einen Weg von etwa 200 Kilometern zum Training auf sich. „Dann sind wir oft nicht vor 22 oder 23 Uhr zu Hause“, erzählt Marie. Mutter Anja ist dann für den Fahrdienst zuständig; die Zwillinge Aaron und Pauline (13), die selbst Eishockey in Langenhagen spielen, und der siebenjährige Nathan sind dann mit von der Partie. Christoph Rupprecht von den SportXperten erläutert das Projekt, das von der Lotto-Stiftung und von der Initiative „Hamburger Weg“ gefördert wird: „Die Kinder haben zunächst einen Einblick in die Grundlagen der Kameraführung und in die Interview- und Recherchetechniken bekommen, bevor es dann am zweiten Tag ins Eingemachte geht. Am letzten Tag steht dann die Nachbereitung mit dem Schnitt auf dem Programm.“ So soll die Medienkompetenz gefördert werden; viele bekannte Sportler wie etwa HSV-Nationaltorwart René Adler oder aber Boxerin Susi Kentikian standen schon für die Nachwuchsreporter vor der Kamera; die Ergebnisse sind dann auf Facebook, You Tube und auf der SportXperten-Internetseite zu sehen. Für die beiden Düsberg-Schwestern war es genauso wie für die acht IGS-Schülerinnen und -Schüler das erste Mal, dass sie so im Rampenlicht standen, und die Aufregung war natürlich dementsprechend groß. Vom Lampenfieber war während des Auftritts aber nicht viel zu spüren, souverän meisterten sie Fragen, die ihnen die auch noch unerfahrenen Moderatoren stellten und stellten sich auch noch einem Quiz, bei dem Schulwissen abgefragt worden ist. Zum für Mädchen doch recht ungewöhnlichen Sport Eishockey sind Anna, die noch für den OSC Berlin ihre Schlittschuhe anzieht, und Marie, ebenso wie ihre Schwester U18-Nationalspielerin, auf recht simple Art und Weise. „Wir sind beim Schlittschuhlaufen mit unserem Vater in der Eishalle einfach angesprochen worden“, so die beiden Schwestern. Der Zeitplan der Mädchen ist eng getaktet, außer Lesen und Chillen zur Entspannung bleiben der 17- und 16-Jährigen nicht mehr viel Luft und Freiraum für andere Hobbys. Aber das stört sie wenig, denn beide haben ein Ziel vor Augen, das sie eisern verfolgen: die Teilnahme an den Olympischen Spielen.