„Die Ehrenamtlichen sind unser Herzstück“

Ein starkes Team: die beiden Koordinatorinnen Michaela Gerhartz (links) und Elke Kruse. (Foto: O. Krebs)

Zweite Koordinatorin engagiert sich jetzt beim Hospizverein

Langenhagen (ok). Es liegt ein sehr ereignisreiches Jahr hinter dem Hospizverein Langenhagen, der 2017 seinen 25. Geburtstag gefeiert hat. Viele Aktionen sind gelaufen, das Lichterfest – es findet in diesem Jahr übrigens am 11. November in der Emmauskirche statt – war zum ersten Mal. Und die Zahl der Begleitungen ist auch gestiegen. „44 beendete Begleitungen bedeuten auch 44 Abschiede“, weiß Koordinatorin Elke Kruse, die seit Anfang des Jahres Verstärkung an ihrer Seite hat. Mit Michaela Gerhartz (47) gibt es jetzt eine weitere Koordinatorin, die eine Menge Erfahrung mitbringt. Michaela Gerhartz, die im Landkreis Celle zu Hause ist, hat den Beruf der Anästhesie- und Intensivkrankenschwester gelernt, lange in der Unfallchirurgie und auch in einem stationären Hospiz gearbeitet. Trauerbegleitung ist für sie kein Fremdwort, ehrenamtliche Arbeit schätzt sie sehr. Nach den ersten Wochen ist sie richtig gut angekommen, fühlt sich pudelwohl. Genauso wie Elke Kruse ist sie der Ansicht, dass die 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das höchste Gut sind. Michaela Gerhartz: „Wir müssen ihnen Zeit schenken und Möglichkeiten geben, Kraft zu sammeln. Sie sind unser Herzstück“  - Dazu sollen auch viele Einzelgespräche beitragen. Und auch die so genannte Tandemausbildung, bei der eine erfahrene Begleiterin eine neue Kollegin erst einmal an die Hand nimmt. Durch die Begleitung fühlten sich die Ehrenamtlichen, die für den ambulant tätigen Hospizverein arbeiten, aber auch beschenkt. Michaela Gerhartz ist begeistert vom multiprofessionellen Arbeiten, bei dem sich alles zusammengefügt. Gemeinsam mit Elke Kruse wird sie viele Fortbildungen angehen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. So zum Beispiel demnächst in Sachen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Außerdem nehmen die beiden Frauen, die von einer guten Vernetzung profitieren wollen, regelmäßig am Runden Tisch Pflege teil. Und sie haben sich für die nächsten Jahre ein ambitioniertes Ziel vorgenommen: „Es soll niemanden mehr in Langenhagen geben, der mutterseelenallein sterben muss.“