Die Evolution der Gewalt

Herfried Münkler referiert über Kriegssplitter.

Herfried Münkler zu Gast im Rathaus

Langenhagen. Die Kriege im Mittleren und Nahen Osten und in der Ukraine konfrontieren uns mit ungeahnten Formen der Gewalt und der Radikalisierung - mit Konflikten, die uns plötzlich ganz nahe gerückt sind. Terroranschläge im Herzen Europas schockieren und verunsichern uns. Der Krieg ist also nicht verschwunden, er hat nur eine neue Gestalt angenommen, denn der Globalisierung von Handel und Finanzen folgt jetzt die Globalisierung lokaler Konflikte.
Somit ist Krieg eher ein diffuser Dauerzustand geworden, zumal Gewalthandlungen wie der „War on Terror“ ohne Kriegserklärung beginnen und ohne Waffenstillstand enden.
In seinem neuen Buch „Kriegssplitter – die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert“ zeichnet Münkler die kulturelle wie politische Evolution von den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach – und plädiert für eine echte geopolitische Strategie des Westens, um den massiven Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Er stellt sein Buch am Montag, 25. April, um 19 Uhr im Rathaus Langenhagen vor.
Herfried Münkler, Politikwissenschaftler an der Humboldt Universität in Berlin, gehört zu den führenden Wissenschaftlern seines Fachs in Deutschland. Für seine glänzenden Analysen von Krieg und Gewalt wurde er mehrfach ausgezeichnet.Das Entgelt beträgt zehn Euro. Anmeldungen und Eintrittskarten dieser Kooperationsveranstaltung sind bei der VHS Langenhagen (info@vhs-langenhagen.de) oder in der Buchhandlung C. Böhnert im CCL, erhältlich. Weitere Infos sind unter den Telefonnummern (0511) 7307-9 709 oder (0511) 73 11 36 erhältlich.