Die Frage nach dem lohnenden Aufwand

Komm ich hier wirklich rum? Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirates, wagt den Selbstversuch zwischen den Pylonen. (Foto: O. Krebs)

Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Pferdemarkt stößt nicht nur auf Gegenliebe

Langenhagen (ok).Begeisterung sieht wohl anders aus: Mehr als eine Million Euro nimmt die Stadt Langenhagen für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Pferdemarkt in die Hand. 66 Prozent davon laufen allerdings über das Förderprogramm „Soziale Stadt“. Es wird wohl chic, aber Anwohner sehen auch Probleme und fragen sich, ob sich der Aufwand lohne. Stichwort Fahrversuch, weil die Einbahnstraße in eine Straße mit Begegnungsverkehr umgewandelt werden soll. Der Wendekreis ist nach Ansicht der Anwohner nicht gelungen; der Wenderadius mit 11,50 Meter zu gering. Müllwagen und Drehleiter der Feuerwehr hätten sicher große Probleme. Alles eine Sache der Perspektive: Stadtplanerin Anette Mecke sieht ihn als erfolgreich an, auch wenn einige Fahrzeuge ihn nur mit Mühe geschafft haben. Große Probleme sieht beispielsweise Lotti Schüler mit dem Wegfall einiger Parkplätze, es sei dort ohnehin oft schon ziemlich eng. Gerade, wenn der Besucherandrang im neuen Restaurant „Emma“ ziemlich groß sei. Die Skepsis ist groß, dass die Außengastronomie ausreichend genutzt werde. Das alte historische Gebäude hätte noch mehr in die Planung mit einbezogen werden sollen. Ronald Kunze von den Grünen ist ohnehin der Ansicht, dass die Poller ein halbes Jahr lang entfernt, und der Platz wieder geöffnet werden solle. Und dann sind da noch Stella und Andreas von Löwe, die an der nordwestlichen Ecke des Platzes wohnen und jetzt wohl nur mit einer Sondergenehmigung zu ihrer Wohnung fahren können. Aus ihrer Sicht keine rosigen Aussichten. Wie geht es weiter? Das Thema kommt jetzt am 22. August im Sanierungsbeirat auf den Tisch, am 5. September wird im Verkehrs- und Feuerschutzausschuss weiterdiskutiert.