Die frischgebackenen Breitenfußballtrainer

Haben sicherlich eine Menge für ihr weiteres Leben mitgenommen: die Zehntklässler mit Thorsten Westenberger (von links), Thomas Kelber, Christian Baade und Ansgar Pietschmann. (Foto: O. Krebs)

„Fußball als soziales Handlungsfeld“ nach zwei Jahren an der RKS abgeschlossen

Langenhagen (ok). „Verbesserung des Passspiels“ lautete die Aufgabe; die neun Zehntklässler des Wahlpflichtkurses „Fußball“ an der Robert-Koch-Realschule (RKS) mussten eine 90-minütige Einheit für eine D-Jugend mit Aufwärmen, Übungsform und Spielform ausarbeiten, die Ergebnisse in 25 Minuten Prüfer Thorsten Westenberger vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV), ihrem Ausbilder Ansgar Pietschmann sowie ihrem Lehrer Christian Baade präsentieren. Nach zwei Jahren intensiver Ausbildung in Theorie und Praxis stand die Abschlussprüfung des Projektes „Fußball als soziales Handlungsfeld“ an, die erfolgreichen Absolventen sind dann im Besitz der so genannten Trainer-C-Breitenfußball-Lizenz – einer offiziellen Lizenz des NFV. „120 Stunden hat die Ausbildung umfasst, Teamfähigkeit und soziales Handeln sollten vor allen Dingen geschult werden“, erläutert Ansgar Pietschmann das Projekt. Sozialkompetenzen, die auch im Arbeitsleben weiterhelfen. Sehr praxisorientiert ist agiert worden, Erste Hilfe, Aufsichtspflicht und Aufgaben des Trainers waren beispielsweise Themen, die besprochen wurden. Auch eine Schiedsrichterausbildung stand auf dem Programm. Die Jugendlichen seien dann durchaus in der Lage, jüngere Mannschaften in Vereinen zu trainieren, würden mit dem Basiswissen nicht so ins kalte Wasser geworfen. Und sie lernten, wie groß der Zeitaufwand für einen Trainer oft auch sei. Realschullehrer Christian Baade: „Für die Schüler ist es ganz wichtig zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich sozial zu engagieren. Für Schulleiter Thomas Kelber ist das Projekt auch ein Teil „Berufsorientierung“, genauso wie etwa die Ausbildung zum Schulsportassistenten, die im fünften und sechsten Jahrgang über die Bühne geht. Berufsorientierung, die zum Konzept der RKS gehöre und natürlich auch Spaß bringen soll. Und das hat der Kursus den Absolventen sicherlich; die Premiere ist an der RKS gut angekommen. Wenn die Gelder beim Landessportbund dafür bereitgestellt werden, soll es im nächsten Jahr durchaus eine Fortsetzung geben.