Die Geräuschkulisse ausblenden

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten Tischtennissport auf ganz hohem Niveau.Foto: D. Lange

Tischtennis: Starter aus sieben Bundesländern

Langenhagen (dl). „Wir sind das erste Mal bei einem Turnier dabei und haben uns ganz spontan dazu angemeldet." Wir, das sind Petra Block, Tanja Böhnsch und Astrid Lindemann von der Spielvereinigung Niedersachsen Döhren (SPVG) verloren zwar ihre Spiele. Bozena (Jenny) Snicer aber, die Vierte im Bunde von der SPVG, kämpfte sich im Laufe des Turniers erfolgreich durch ihre Vorrundenspiele, hatte am Ende die besseren Nerven und gewann gegen Julia Mahrhold von Arminia Hannover auch das Endspiel in ihrer Klasse. „Jetzt gebe ich einen Prosecco aus“, sagte sie etwas außer Atem, aber glücklich und lud ihre drei Freundinnen von der SPVG ein, mit ihr auf den Sieg anzustoßen. Die Langenhagener Tischtennismeisterschaft, zum 19. Mal ausgerichtet vom SSV Langenhagen, ist offen für Spielerinnen und Spieler aus den sieben norddeutschen Bundesländern von der Bezirksklasse bis zur Regionalliga, unterteilt in die Turnierklassen Schüler, Jugend und Erwachsene. Dazu kommen die beliebten, bei vielen Turnieren aber nur noch selten ausgeschriebenen Mixed-Turniere im Einzel und Doppel. „ In diesem Jahr sind insgesamt 391 Teilnehmer am Start, das ist ein Rekord und zeigt, wie beliebt dieses Turnier bei den Aktiven ist. Hier in der Sporthalle des Gymnasiums hat der SSV als kleinster Sportverein Langenhagens wieder einmal bewiesen, dass wir eine Großveranstaltung mit so vielen Sportlern und Zuschauern in familiärer Atmosphäre und mit vielen freiwilligen Helfern reibungslos durchführen können“, freut sich Jens Hamborg, Oberschiedsrichter des Turniers und er sagt: “ Natürlich ist es deshalb auch etwas eng und entsprechend unruhig in der Halle, aber die Spieler nehmen es gelassen und können die Geräuschkulisse ganz gut ausblenden und sich auf ihr Spiel konzentrieren:" Das bestätigt auch eine Teilnehmerin: „Wenn man am Tisch steht, spielt das eigentlich keine Rolle mehr, nur wenn man als Zuschauer mit den Sportlern mitfiebert, wünscht man sich etwas mehr Ruhe." Die Aktiven zeigten Tischtennissport auf hohem Niveau und in den einzelnen Turnierklassen konnten sich die Favoriten fast ausnahmslos durchsetzen. In der offenen Damenkonkurrenz behauptete sich die Regionalspielerin Madlin Heidelberg vom SSV Neuhaus knapp in fünf Sätzen gegen die Oberligaspielerin Jessika Xu vom TSV Wettmar. Bei den Herren gewann Oberligaspieler Lukas Brinkop vom VfL Westercelle gegen den überraschend ins Finale vorgedrungenen Landesligaspieler Olaf Mindermann (VfL Grasdorf) in vier Sätzen.
Sowohl für den Veranstalter als auch die Teilnehmer war es ein gelungenes Turnierwochenende und alle Beteiligten freuen sich schon auf die Jubiläumsausgabe der Langenhagener Stadtmeisterschaft im kommenden Jahr.