Die Geste kommt gut an

Heidi von der Ah (von links) und Heike Weiler nehmen die Lebensmitteltüten von Sabine Fischer und Ina Köhler von Lafam entgegen. Foto: G. Gosewisch

Lafam übergibt Lebensmittelspende im Harkenkamp

Langenhagen (gg). Einen großen Lebensmitteleinkauf konnte Ina Köhler jetzt mit Hilfe der Spendeneinnahmen des Langenhagener Familienfonds, kurz Lafam, realisieren. Die Vorsitzende hatte in Absprache mit Sozialarbeiterin Heike Weiler eine Auswahl an haltbaren Waren getroffen. Insgesamt 33 individuell gepackte Tüten können so in den nächsten Tagen an die Bewohner der Obdachlosenunterkünfte im Harkenkamp und im Weidenbruch verteilt werden.
„Es ist nur eine kleine Geste, aber immerhin“, erklärt Ina Köhler. Heike Weiler versichert: „Lebensmittelspenden bekommen wir sonst nur von der Langenhagener Tafel. Darüber hinaus ist Lafam die einzige Institution, die an uns denkt. Das schätzen wir sehr.“ Es habe sich bewährt, dass Lafam Sachspenden ermöglicht. Bestes Beispiel sei die gezielte Hilfe für eine Mutter mit ihrem kleinen Kind in einer der Wohungen, für die Ina Köhler losgefahren ist um ein Kinderbett samt passender Matratze zu kaufen. Das Beispiel zeige, dass es bei der Belegung der Wohnungen nicht nur um die Aufnahme von Obdachlosen gehe. „Gerade in diesen Tagen haben wir wieder vermehrt Anmeldungen von Menschen, die aufgrund von Wohnungsräumungen plötzlich auf der Straße stehen“, erklärt Heike Weiler. Zwar sei zu vermuten, dass bei der frostigen Witterung insbesondere Obdachlose, die schon länger auf der Straße leben, Hilfe suchen, doch das sei nur ein kleiner Teil. Besonders gefordert sieht sich die Sozialarbeiterin, wenn Familien mit Kindern in der Anmeldung sind. „Das ist hier kein gutes Umfeld für Kinder“, sagt sie. „Da ist Hilfe besonders dringend. Meistens ist es zu schaffen, dass über Wohnungstausch oder die Einbindung des Jobcenters als Bürge für die Wohnungssuche geholfen wird.“
Dass eine sozialpädagogische Betreuung und Beratung mit festen und zusätzlich flexiblen Sprechstunden für Hilfesuchende gegeben ist, sieht Heidi von der Aah vom städtischen Fachbereich Jugend als großes Plus im Harkenkamp: „Dadurch können die sozialen Dienste der Stadt Langenhagen individuell und sinnvoll eingebunden werden. Zusätzlich trägt die Tätigkeit von Heike Weiler vor Ort maßgeblich zur Konfliktvermeidung unter den Bewohnern bei.“