Die „graue Stadt“

Ein Kommentar von Oliver Krebs

Zugegeben – einer Stadt im schönen Schleswig-Holstein ist es gelungen, sich mit einem auf den ersten Eindruck negativ klingenden Image positiv zu vermarkten. Husum in Nordfriesland – dank Theodor Storm auch als „die graue Stadt am Meer“ bekannt, lockt Jahr für Jahr zahlreiche Touristen an die Nordsee. Es ist allerdings zweifelhaft, ob die Flughafenstadt Langenhagen – von Auswärtigen oft als Stadtteil Hannovers angesehen – auf Dauer eine ähnliche Anziehungskraft auf Touristen ausüben wird. Aber nichtsdestotrotz könnte eine professionelles Stadtmarketing die Attraktivität Langenhagens natürlich schon erhöhen. Die Betonung liegt aber auf professionell, denn was bisher im Verein abgegangen ist, hat diesen Begriff sicher nicht verdient. Viele Ideen der ehrenamtlichen Mitglieder waren zwar gut, und es wurden mithilfe eines städtischen Zuschusses von 75.000 Euro auch eine Menge Aktionen in Langenhagen auf die Beine gestellt, auch wenn sie nicht immer ganz billig waren. Nur: Was fehlt, ist einfach die Außenwirkung. In dem Bemühen, Langenhagen im Wettbewerb mit anderen Kommunen gut zu verkaufen, ist der Stadtmarketing-Verein im vergangenen Jahr keinen Schritt weiter gekommen. Hier gilt es anzusetzen und einen neuen Weg für die Zukunft einzuschlagen.