Die grünen Konturen beibehalten

Beim Empfang der Grünen trafen sich unter anderem Tatiana Schmedt (zweite Vorsitzende Die Grünen Langenhagen), Annemarie Schacherer (Grüne Langenhagen), Siegfried Lemke (zweiter Vorssitzender Grüne Isernhagen) Uwe Sternbeck (Bürgermeister von Neustadt), Carmen Merkel (Vorsitzende Grüne Isernhagen) und Rolf Linnhoff (Vorsitzender Grüne Langenhagen). (Foto: D. Lange)

Neujahrsempfang der Langenhagener Grünen

Langenhagen (dl). Im September finden in Niedersachsen wieder Kommunalwahlen statt und wie andere Parteien auch sind die Grünen in Langenhagen derzeit damit beschäftigt, ihr Wahlprogramm dafür zu formulieren. Das eigene Profil zu schärfen und die Konturen politischer Grundsätze herauszuarbeiten, fällt den Grünen in Zeiten wie diesen allerdings nicht ganz leicht. Zu sehr werden gegenwärtig deren ureigenste Traditionen auf dem Gebiet der Friedens,- Umwelt- und Energiepolitik von anderen Sachzwängen überlagert. Besonders deutlich wird das an der augenblicklichen Flüchtlingssituation in Deutschland und Europa mit all seinen Folgeerscheinungen. Die Frage der Unterbringung und Integration der Flüchtlinge sowie die Forderung nach sozialem und bezahlbarem Wohnraum wird daher künftig verstärkt zum zentralen Schwerpunkt grüner Politik in Langenhagen werden. Rolf Linnhoff, Vorsitzender der Grünen in Langenhagen, wirbt deshalb um die Mitarbeit der Bürger an grüner Kommunalpolitik, denn gerade sie liegt den Menschen am nächsten und bietet ihnen die Möglichkeit, ihren eigenen Lebensraum maßgeblich mitzugestalten. Der Bürgermeister von Neustadt, Uwe Sternbeck von Bündnis90/Die Grünen und Gastredner auf dem Neujahrsempfang der Grünen im VHS-Treffpunkt, sprach davon, dass grüne Positionen insbesondere im Bereich der Verkehrsentwicklung, dem Wohnungsbau und, im Zusammenhang damit, auf dem Gebiet der Energiepolitik nach wie vor aktuell seien. Für einen Bürgermeister ist die aktuelle Flüchtlingssituation schon von Amts wegen von besonderer Bedeutung. Nach seiner Auffassung sei die Unterbringung der Flüchtlinge in Massenunterkünften vor dem Hintergrund sozialer und humanitärer Grundsätze allerdings nicht förderlich und führe zu sozialen Spannungen untereinander. Er plädiert vielmehr dafür, verstärkt Leerstände zu nutzen zugunsten einer dezentralen Unterbringung, was im ländlichen Raum naturgemäß besser funktioniere als in Ballungsgebieten. Die Aufgabe des Deutschen Städtetages werde es deshalb sein, langfristig ihre Wohnungsbaupolitik an die sich wandelnden Bedürfnisse und Lebensweise der Bürger anzupassen und zwar nicht nur, was die Flüchtlinge betreffe.