Die Hemmschwelle ist gering

Wollen als Berufskraftfahrer auf die Straße: Maximilian Bartsch (links) und Hugo Arabaolala. (Foto: O. Krebs)

Berufsfindungsmarkt im Rathaus lädt an zwei Tagen zum Mitmachen an

Langenhagen (ok). Der Berufsfindungsmarkt seiin diesem Jahr gut gelaufen. Richtig gut sogar. Der städtische OrganisatorJörg Hollemann ist zufrieden, vor allen Dingen von den vielen Mitmachangeboten der verschiedenen Firmen. So präsentierten sich die Speditionen mit einem umfangreichen Programm, zeigten wie akribisch geplant werden muss. Just in time ist das Stichwort. "Wir müssen schon wissen, wo die großen Städte in Deutschland liegen, Entfernungen und Fahrtzeiten einschätzen können", sagt Maximilian Bartsch, der bei der Firma Böhm eine dreijährige Ausbildung zum Berufskraftfahrer absolviert. Technische Kenntnisse werden in der Zeit genauso vermittelt wie ein Einblick in Logsitik und Disposition. So seien zehn Wochen in der Werkstatt Pflicht. Frauen sind in dem Berufszweig eher selten. Eine Ausnahme ist Jacqueline Gerke, die bei Dachser lernt. "Ich bin gern draußen und habe mit Menschen Kontakt, liebe es aber auch, manchmal allein zu arbeiten", schildert sie die Vorzüge ihres Berufs. Die Hwmmschwelle sei gering, wenn Azubis den Schülern ihre Erfahrungen schildern, weiß Jörg Hoillemann. McDonald's war ebenfalls vertreten, ist aber doch nicht der richtige Arbeitgeber für Kjell Raschke. Dem Achklässler der IGS Langenhagen schwebt ein Job als Barkeeper vor. Eins wurde wieder einmal deutlich: Die Zeiten, als sich die Unternehmen geeignete Bewerber aussuchen konnten, sind schon lange vorbei. Heute sind es die Firmen, die um den besten Nachwuchs mit attraktiven Angeboten buhlen.