Die Kinder bauen selbst

Die Kita-Kinder haben den Erlebnispark als neues Ausflugsziel entdeckt.Foto: G. Gosewisch

Zweite Bauaktion im Interkulturellen Erlebnispark

Kaltenweide (gg). „Die brauchen hier Hilfe", so die Auskunft der Kinder aus der Kita Kaltenweide auf die Frage, warum sie auf dem Gelände des Interkulturellen Erlebnisparks an der Pfeiffengrasstraße in der Erde schaufeln. Fleißig sind sie mit Überzeugung an Pflanzlöchern beschäftigt. In nur einer Stunde haben sie zusammen mit ihren Erziehern zwei Indianerzelte, so genannte Tipis, aus Weidenruten darüber errichtet und wissen, dass sie daran in der nächsten Zeit viel Spaß haben werden. „Das Gelände hier ist als Ausflugsziel für uns ideal“, bestätigt Seyhan Özdogan, Erzieherin in der Kita Sonnenblume. Sie ist zusammen mit ihrer Kollegin Anke Günther und 21 Kindern aus der Löwengruppe beim Aktionstag dabei. Unterstützung gibt es aus der Kita Kaltenweide mit 14 Kindern, die von Samantha Di Grazia und Svenja Scholz betreut werden. Im Tagesverlauf waren insgesamt rund 50 Kinder und Jugendliche am Werk, die in Gruppen von vormittags bis nachmittags neben den Weidentipis auch an einer Feuerstelle mit großen Sandsteinblöcken gearbeitet haben. Unterstützung brachte zusätzlich das Team der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit (MAJA) . Astrid Hölzer und Frank Schmitz, Beauftragte der Stadt Langenhagen für die Kinder- und Jugendbeteiligung, waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch bei der vorigen Bauaktion Ende September wurde schon viel erreicht und nun ist inzwischen schon einiges zu sehen. „Die Weidenruten werden in der Erde Wurzeln schlagen, so dass die Tipis noch wachsen werden“, erklärt Frank Schmitz und weiter: „Das, was die Jugendlichen hier bauen, ist kein Provisorium. Es bleibt stehen und kann weiter gestaltet werden. Das ist für die Motivation und ganz wichtig und lässt ein Verantwortungsbewusstsein entstehen.“ Positiv sei, dass die Unterstützung durch die Stadt Langenhagen sehr gut und praxisnah verlaufe. Das zeige sich beispielsweise schon daran, dass Baumaterial ist zur rechten Zeit vor Ort ist, so dass keine Pannen entstehen und der Aktionsplan auch laufen kann. Als nächstes steht die Umsetzung der Holzhütte aus den Zellerieplatz an. Sie soll im Erlebnispark durch die Mitarbeit von Jugendlichen neu errichtet werden.