„Die Kinder müssen die Planer leiten“

„Hier müsst ihr was tun“: Timm (von links), Laura und Ina zeigen CDU-Fraktionschef Mirko Heuer, wo es aus ihrer Sicht in Langenhagen brennt.

CDU-Fraktion wünscht sich Spielleitplanung mit „kleinen Experten“

Langenhagen (ok). Wir wissen nicht, ob CDU-Fraktionschef Fan von Sänger Herbert Grönemeyer ist, aber zumindest scheint er sich bei seiner Idee einer Spielleitplanung an bisschen an dessen Lied „Kinder an die Macht“ erinnert zu haben. Mirko Heuer will Kinder, Jugendliche und Jugendliche bei allen Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsschritten beteiligen. „So werden die Interessen junger Bürgerinnen und Bürger dargestellt und bei der Flächennutzungs-, Bebauungs- und Verkehrsplanung zukünftig berücksichtigt“, sagt Heuer, selbst Vater von drei Kindern. Er sieht die Kinder und Jugendlichen dabei als „Experten ihrer eigenen Situation“, die ihre Welt kennen und ihre Bedürfnisse sehr gut ausdrücken können. Eine Spielleitplanung richte den Blick auf die gesamte Stadt als Spiel-, Erlebnis- und Erfahrungsraum, mit Spielplätzen als Teilaspekt. Die kleinen Experten sollen nach Auffassung Heuers bei Streifzügen den Bestand aus ihrer Perspektive beleuchten. Bei einem solchen Verfahren müssten Verbände, Vereine, engagierte Bürgerinnen und Bürger, Schulen sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit allerdings eng zusammenarbeiten, damit es zum Erfolg führe. „Die Kinder müssen die Planer leiten und nicht die Planer die Kinder, die mit immer aufwändigeren, aber statischen Spielwelten aus Hochglanzkatalogen falsche Erwartungen wecken“, fordert Heuer. Er wünscht sich erste Aktionen in Wiesenau, Langenforth und bei der Marktplatzumgestaltung. Die Sache müsste jetzt zügig angegangen werden, ein „fester Investitionstopf“ sinnvoll. Schrittweise könnten dann die einzelnen Maßnahmen in Angriff genommen werden. Heuer: „Kinder haben sehr wohl Verständnis dafür, dass nicht alles auf einmal passieren kann, wenn man ihnen die Zusammenhänge vernünftig erklärt. Dafür müssen sie sich im Gegenzug aber auch darauf verlassen können, dass einmal beschlossene Maßnahmen auch umgesetzt werden.“