Die Kirche in „unruhigen Zeiten“

Vor dem Abschlussgottesdienst: Superintendent Martin Bergau (rechts) mit dem neuen EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und Präses Katrin Göring-Eckardt.Foto: O. Krebs

Abschlussgottesdienst der EKD-Synode in der Elisabethkirche

Langenhagen (ok). Der Ort für den Abschlussgottesdienst der dritten Tagung der elften Synode der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) konnte kaum besser gewählt werden. Gesucht war ein altehrwürdiges und schönes Gotteshaus in der Nähe des Tagungsortes, dem Maritim Airport Hotel. Die Wahl fiel auf die Elisabethkirche. In seiner Rede sagte der frisch gewählte Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider, er erlebe die Kirche zurzeit als Gemeinschaft, die nach „neuen Wegen und Strukturen“ suche und „an den unruhigen Zeiten von Menschen und unserer Gesellschaft“ teilnehme. Die Kirche Jesu Christi, so Schneider, sei immer dann am stärksten, wenn „sie leidenschaftlich und in Mitleidenschaft“ bei den Menschen ist. Eine „vertrauensvolle Lebensbindung an Gott“ schenke „Kraft und Zuversicht“, um mit „ambivalenten Erfahrungen in der Welt, in unserer Kirche und in uns selbst zu leben.“ Der Glaube sei „Zuversicht und Stärke in allen Nöten“, so könnten Christen „innere Ruhe und Lebenszuversicht“. Schneider: „Gott schenkt uns dazu ein ruhiges Herz in unruhigen Zeiten!“ Mit dem Abschlussgottesdienst ging die Synode zu Ende, die sich als Schwerpunktthema „Bildungsgerechtigkeit“ auf ihre Fahnen geschrieben hatte. EKD-Sprecher Reinhard Mawick: „Keiner darf verloren gehen; die Gesellschaft darf nicht auseinanderfallen.“ Denn: Gott habe schließlich jeden Menschen nach seinmem Ebenbild geschaffen.