Die Mitgliederzahlen bleiben jetzt stabil

Ausflugsfahrten – wie hier die Spargelfahrt – sind ein fester Bestandteil des SoVD-Programms.

SoVD Langenhagen blickt auf 70-jähriges Bestehen zurück

Langenhagen (ok). Bei der Wiedergründung nach dem Krieg im März 1947 war es noch die Ortsgruppe Langenhagen des Reichsbundes der Körperbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen. Heute blickt der Ortsverband Langenhagen des Sozialverbandes auf sein 70-jähriges Bestehen zurück. Und die Anfangsjahrzehnte waren von einer rasanten Mitgliederentwicklung geprägt. Waren es 1949 noch 161 Mitglieder, so gehörten dem Sozialverband zehn Jahre später bereits 691 Mitglieder an. 1969 waren es dann schon 1.209. Seitdem ist die Zahl nahezu stabil geblieben: 1.184 Mitglieder (2012), 1.100 Mitglieder (2017). Die Rechtsberatung ist in den vergangenen Jahren verstärkt in den Vordergrund getreten; Hartz IV und Pflege haben an Bedeutung gewonnen. In Langenhagen hat bis 2008 Lothar Schuldt als erster Vorsitzender die Geschicke des Ortsverbandes geprägt. Nicht zu vergessen sind die vielen Sprechstunden des inzwischen verstorbenen Ehrenbürgers Lothar Schuldts, bei denen er vielen Mitgliedern bei ihren Problemen mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Lothar Schuldt hat sich in den insgesamt 70 Jahren seit Bestehen des Ortsverbandes Langenhagen von 1965 bis 2008 insgesamt 43 Jahre als erster Vorsitzender für die Belange des Reichsbundes und des SoVD eingesetzt.
Erster Vorsitzender war übrigens Bernhard Starre. Von den Gründungsmitgliedern lebt heute keiner mehr. In den ersten Jahren kam es außer der Beratung der Mitglieder in Rentenangelegenheiten vor allen Dingen darauf an, die Wohnungsnot und die allgemeine Notlage zu lindern. Sonderzuwendungen und Brennholz mussten beispielsweise verteilt werden. Außerdem wirkte der Vorstand bei der Vergabe von Bezugsscheinen für Bekleidung und Schuhe mit. Außerdem wurde noch eine Nähstube eingerichtet. Das erste kameradschaftliche Treffen fand dann im Oktober/November 1947 statt.
Die ersten Wohnungen und Häuser im Sollingweg und Hilsweg, Im Hohen Felde, im Harzweg, Eifelweg, Brockenweg, Weserweg, Okerweg, Saarweg, Allerweg sowie in der Kurt-Schumacher-Siedlung baute in diesen Jahren die Gemeinnützige Reichsbund Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft.
Außer der Beratung in sozialen Fragen steht auch das gesellschaftliche Miteinander im Blickpunkt. Regelmäßig gibt es Veranstaltungen wie etwa den Seniorennachmittag, aber auch Fahrten in die nähere und weitere Umgebung.
Seit 2016 leitet Michael Schneider den Ortsverband Langenhagen, der diesen Namen allerdings wohl nicht mehr lange tragen wird. Denn: Eine Umstrukturierung steht als Pilotprojekt ab Mitte 2018 an. Die bisherigen Ortsverbände werden zu so genannten Ortsgruppen. Der bisherige Stadtverband, zu dem Langenhagen und Isernhagen gehören, wird um Garbsen erweitert und nennt sich dann Ortsverband. Das Ziel: Mehr Hauptamtliche sollen die Ehrenamtlichen entlasten und so das Fundament des SoVD festigen.