„Die Nichtwähler da abholen, wo sie herkommen“

Die Grünen stimmten sich auf den bevorstehenden Wahlkampf ein.Foto: C. Borschel

Landtagskandidat Michael Stobbe auf dem Dorffest der Grünen

Schulenburg (bo). Wenn man Siege einfahren will, dann braucht man ein starkes Team und muss geschlossen als solches auftreten. So, oder so ähnlich kann man das Politikverständnis der Grünen im Wahlkreis 31 wohl auffassen. Beim Dorffest auf dem Kohne-Hof in Schulenburg kamen sie am Wochenende zusammen, um sich auf den bevorstehenden Wahlkampf zur Landtagswahl im Januar kommenden Jahres einzustimmen und einen geselligen Nachmittag miteinander zu verbringen. Bei bestem Spätsommerwetter kamen rund 100 Parteifreunde auf den Hof. Während die Kinder sich mit Ponyreiten oder dem Mitmach- Puppentheater „Die roten Finger“ von Bernd Linde bestens unterhalten ließen, stellte sich Landtagskandidat Michael Stobbe den Gästen vor. Stobbe, selbst erst 2009 in die aktive Politik eingestiegen und vorher parteilos, fand klare Worte für die aktuelle politische Situation: „Ich habe den Eindruck, dass die Politiker nicht mehr nach dem Wohl der Wähler handeln, sondern nur noch nach ihren eigenen Interessen“. Er selbst sehe sich als Vertreter diejenigen, die ihn gewählt haben. „Wir müssen vor allem die Nichtwähler dazu bringen, dass sie Politik wieder ernst nehmen und sehen, dass es sich lohnt, zur Wahl zu gehen“, gab Stobbe als Ziel aus. Er habe sich 2009 bewusst für einen Beitritt zu den Grünen entschieden, da er das Verhalten der Regierung in Fragen der Kernenergie nicht zu verantworten fand und sich selbst für die erneuerbaren Energien starkmache. Aber auch der Tierschutz liege ihm am Herzen. In den kommenden Monaten bis zur Landtagswahl hat er nun eine Menge Überzeugungsarbeit vor sich - einer geschlossenen Mannschaft im Rücken kann er sich nach den Eindrücken des Dorffestes jedoch sicher sein.