Die örtliche Wirtschaft ins Boot holen

Haben sich in der Flughafenstadt intensiv mit dem Thema Kinderbetreuung auseinandergesetzt: 16 CDU-Fraktionsvorstände aus Niedersachsen.

Langenhagener Erklärung: CDU-Ratsfraktionen setzen sich für Kinderbetreuung ein

Langenhagen (ok). Große niedersächsische Städte wie Hannover, Osnabrück, Hildesheim und Wolfsburg sind mit dabei, aber auch kleinere wie Cuxhaven, Stade, Celle, Garbsen und eben Langenhagen. 16 Vorstände der CDU-Ratsfraktionen aus Großen Städten und anderen Städten Niedersachsens haben sich jetzt in Langenhagen getroffen. Zielrichtung ist es nach Aussage des Langenhagener Fraktionschefs Mirko Heuer, gemeinsam auf die Rahmenbedingungen für eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung in den Städten aufmerksam zu machen, auch wenn die Situation natürlich sehr unterschiedlich ist. Die Kinderbetreuung soll in den Kommunen stärker, flexibler und den zunehmenden Herausforderungen der modernen Gesellschaft gerechter werden. Die CDU-Ratsfraktionen vertreten die durchaus liberale Auffassung, dass die Eltern selbst am wüssten, was das Beste für ihre Kinder sei. Das Kindeswohl stehe im Vordergrund; es müsse Wahlfreiheit geben. In der Langenhagener Erklärung heißt es wörtlich: "An dieser Stelle ist die Politrik in den Städten gefordert, ein möglichst breit angelegtes Angebot zu schaffen und dauerhaft zu unterhalten." Und: "Es ist daher unerlässlich, die vorhandene Infrastruktur aus staatlicher sowie privater Betreuung – zu nennen sind hier zuallererst die Tagesmütter – weiter auszubauen und zu fördern.
Vier Punkte sind herausgearbeitet worden, die nach Auffassung der Christdemokraten möglichst schnell in die Wege geleitet werden sollen. Dazu gehört unter anderem, dass weitere Hortplätze geschafft werden und das Niveau der Bezahlung von Tagesmüttern harmonisiert werden soll. Die Niedersächsische Landesregierung soll eine Bedarfslandkarte für Krippenplätze erstellen, die darüber Auskunft gibt, wie groß und wie unterschiedlich der Bedarf zur Errichtung neuer Plätze ist. In der Erklärung heißt es: "Eine differenzierte Betrachtung zwischen ländlichem und städtischem Raum erscheint notwendig, um eine bedarfsgerechte Entwicklung leisten zu können." Die Christdemokraten wollen auch die örtliche Wirtschaft mit ins Boot holen, gerade vor dem Hintergrund, dass der gesetzliche Anspruch auf einen Krippenplatz ab 2013 verankert ist. "Wir fordern die örtliche Wirtschaft auf, sich aktiv an Angeboten von Betreuungsplätzen zu engagieren und finanziell zu beteiligen. Eine große Chance bieten hier die Kommunen bei der Schaffung von Krippen- und Kindergartenplätzen."