Die Schule beginnt

Für die meisten Schülerinnen und Schüler und auch für die Eltern beginnt damit eine mehr oder weniger gut eingespielte Routine. Der Wecker klingelt zur gewohnten Zeit, die allmorgendlichen Handgriffe sind noch vertraut und werden im Halbschlaf erledigt und wenn alles gut läuft sind alle bis zum Unterrichtsbeginn einigermaßen wach.
Ganz anders ist das bei denen, die heute zum ersten Mal in die Schule gehen. Für sie ist alles neu. Der Weg zur Schule, den haben sie sich wahrscheinlich schon mal angesehen. Aber jetzt begegnen sie zum ersten Mal ihrer Klassenlehrerin. Sie dürfen sich den Klassenraum anschauen. Und da sind noch ganz viele andere Kinder, mit denen sie in Zukunft eine Klassengemeinschaft bilden sollen. Das ist ein aufregender Tag. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern.
Und weil es ein ganz besonderer Tag ist, wird er in vielen Familien inzwischen richtig gefeiert. Die Großeltern kommen, Paten und Freunde sind dabei und manchmal reicht der Platz in den Pausenhallen der Grundschulen nicht aus für die vielen großen und kleinen Leute, die dabei sein wollen.
Der Tag beginnt für die meisten mit dem Einschulungsgottesdienst. Der ist auch etwas besonderes. Denn die Gemeinde, die heute in die Kirche geht, ist besonders bunt. Es gibt ja nicht nur evangelische oder katholische Erstklässler. Da sind auch viele muslimische Kinder und manche gehören nirgendwo so richtig dazu. Trotzdem kommen an diesem Tag fast alle. Und fast alle Kinder gehen ganz selbstverständlich nach vorne in den Altarraum und lassen sich dort den Segen zusprechen. Denn alle scheinen zu spüren, dass das wichtig ist. Gott soll dabei sein und seine schützende Hand über die Kinder halten. Das wünschen sich wohl alle Eltern, egal welchen Glauben sie haben. Und auch ich wünsche allen Schulanfängern Gottes Segen und einen schönen ersten Schultag.((
Torsten Kröncke, Pastor