Die Skateboard-Stellung ist essenziell

Coach Milutin Suslica zeigt Illayda, wie es richtig geht. (Foto: O. Krebs)

Kaltenweider Grundschüler lernen Respekt und Selbstbewusstsein

Kaltenweide (ok). Es klingt alles ganz einfach: Skateboard-Stellung, Reißverschluss hoch und dem Gegenüber fest in die Augen schauen. So sollen die Kids Selbstbewusstsein erlangen und Respekt ernten. Körperhaltung und eine deutliche Ansprache seien dabei essenziell macht Coach Milutin Suslica, studierter Sportwissenschaftler und Pädagoge, deutlich. Wie ein  Schluck Wasser in der Kurve zu stehen, gehe eben gar nicht. "Das Projekt Respect läuft jeweils dreimal zwei Stunden für alle Schulklassen", erläutert Lehrerin Ulrike Stoellger das Programm. Erst einmal gilt: Das Problem mit Hilfe der Stopp-Regeln selbst angehen und versuchen zu lösen, bevor ein Lehrer eingeschaltet wird. Und auch das Befreien, ohne zu schlagen wird intensiv geübt: Mädchen mit Mädchen, Jungen mit Jungen und auch Mädchen mit Jungen. Der Merkspruch, um sich aus der Umklammerung des Angreifers mit Windungen zu lösen: Die Doppelschlange knutscht, kuschelt und dann raus aus dem Griff. Suslica: "Die Schwachstelle ist immer da, wo die Finger im Griff zusammenkommen." Und er macht noch einmal klar, wie wichtig es sei, sicher zu stehen, um nicht nach hinten umzukippen. Ein Projekt, das immer notwendiger wird, um Respkt untereinander, aber auch gegenüber Erwachsenen zu vermitteln. Denn Respekt sei auch ein Zeichen von Stärke. Der Alltag sehe alllerdings oft ganz anders aus. Ausgrenzung, Beleidigungen, Schubsen oder Treten seien im Schulalltag keine Seltenheit und manchmal erlebten schon Grundschulkinder erste Anzeichen von Mobbing.