Die Suche nach dem Kompromiss

Die Politiker suchten auch das Gespräch mit dem Flughafen.

CDU-Arbeitskreis zu Gesprächen in der Flughafenstadt

Langenhagen (ok). Die Fronten scheinen verhärtet; die Suche nach einem Kompromiss äußerst schwierig: Der Arbeitskreis Wirtschaft, Arbeit und Verkehr der CDU-Landtagsfraktion hat jetzt in Langenhagen intensive Gespräche geführt. Sowohl mit Flughafenchef Raoul Hille als auch mit den Vertretern der Bürgerinitiativen. Fazit: Der strikten Forderung nach einem Nachtflugverbot stehen die aus Sicht des Arbeitskreissprechers Karl-Heinz Bley und des hiesigen Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann durchaus berechtigten wirtschaftlichen Interessen des Flughafens gegenüber. In den Gesprächen sei rausgekommen, dass mit unterschiedlichen Zahlen agiert werde; die müssten zunächst einmal abgeglichen werden, bevor der nächste Schritt der Diskussion angegangen werde. Sicherlich werde beim weiteren Vorgehen auch die Diskussion des „runden Tisches“ zu diesem Thema mit ins Kalkül gezogen. Aber eins sei sicher: Egal, ob aktiver oder passiver Schallschutz; es koste auf jeden Fall Geld. Rainer Fredermann jedenfalls wolle die „Dinge jetzt erst einmal aufnehmen“ und engen Kontakt zu seinem Kaltenweider Parteikollegen Reinhard Grabowsky halten. Der sitzt in der Fluglärmkommission. Nächtlicher Fluglärm sei immer ein Risikofaktor, ein Nachbarschaftsdialog sicherlich erstrebenswert. Zusätzliche finanzielle Belastungen dürfe es für den Flughafen aber nicht geben, da dies die besondere Wettbewerbssituation in Langenhagen belaste. „Daher sind die Ankündigungen von Rot-Grün, eine deutliche Steigerung der Start- und Landegebühren vornehmen zu wollen, nicht hinnehmbar“, betonte Sprecher Karl-Heinz Bley.