Die Würde der Familie Matern

Anwohner sind verzweifelt über Situation am Harkenkamp

Langenhagen (ok). Sie wirkte verzweifelt und die Tränen standen ihr in den Augen. Claudia Matern klagte in der jüngsten Ratssitzung ihr Leid. Die Anwohnerin vom Harkenkamp fühlt sich von der Verwaltung allein gelassen, auf Beschwerden werde nicht reagiert. Oft fühlten sie sich von ihren Nachbarn in den Unterkünften bedroht. Auch im Weidenbruch seien die Zustände in der jüngsten Vergangenheit schlechter geworden, sagte eine Anwohnerin. Die Politiker machten aber deutlich, dass der Rat keine Bürgerwehr sei. Dafür sei die Polizei zuständig, die auch komme, sagte Marc Köhler (SPD). Bürgermeister Mirko Heuer kündigte an, dass es auch in diesem Sommer wieder einen Sicherheitsdienst geben werde, der zu Spitzenzeiten auf der Matte stehe. Und Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch betonte, dass die Stadt Langenhagen verpflichtet sei, die Obdachlosen unterzubringen. Jetzt soll es auf Anregung von Andreas Eilers (WG-AfL) in absehbarer Zeit ein Gespräch mit jeweils einem Vertreter aller Ratsfraktionen geben. Die Eheleute Claudia und Harald Matern berufen sich bei all ihren Wünschen auf Artikel 1, Absatz 1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.