Die Zukunft ist gesichert

Die Musik des Blasorchesters passte zum rustikalen Charme der Reithalle.Foto: D. Lange

Serenadenkonzert mit Blasorchester auf Reiterhof Mitschke

Schulenburg (dl) In langen Reihen stehen die Bierzeltgarnituren auf dem sandigen Boden der Reithalle, die Menschen klatschen begeistert mit und in die Musik mischen sich gelegentlich Gesprächsfetzen vom Nachbartisch oder Geräusche von leise klirrenden Gläsern vom Getränkeausschank her. Eine Reithalle ist eben kein Konzertsaal. Irgendwie scheint sie aber zu passen, die Musik des Blasorchesters zu dem rustikalen Charme der großen Reithalle mit ihrem ganz besonderen Ambiente. Kai Philipp und sein Orchester verstehen es, das Publikum mit ihrem Mix aus Märschen, Volksmusik und moderneren Stücken bestens zu unterhalten und wem dann noch kalt ist, der bestellt sich gegen die herbstliche Kühle in der Halle eine Bratwurst oder ein Fischbrötchen und dazu ein Bier und andere geistige Getränke. Seit mittlerweile 20 Jahren, damals noch unter der Leitung von Ernst Müller, „Immer im September und immer dienstags“, laden Christa und Georg Mitschke auf ihrem Hof zum Serenadenkonzert mit dem Langenhagener Blasorchester ein und der Eintritt ist wie immer frei. Zwar sah es eine Zeitlang so aus, als sei die Zukunft der Serenadenkonzerte akut gefährdet wegen behördlicher Sicherheitsauflagen, aber die Probleme sind gelöst, wie Schulenburgs Ortsbürgermeister Dietmar Grundey versichert: „Wir dürfen dafür künftig nicht mehr als 199 Gäste in die Halle lassen“. Für Georg Mitschke , der immer ein wenig an den Ruhrpott-Poeten Jürgen von Manger erinnert, sind die Konzerte ohnehin eine Herzensangelegenheit: „Ich bin zufrieden, wenn die Besucher zu uns kommen und ihre Freude an der Musik haben. Schon im Frühjahr fragen mich oft die Leute, Schorse, wann ist das nächste Konzert bei Dir? Wir machen das für unser Dorf und das ist es mir auch wert“, sagt er. Die Wände der Halle werden zur Feier des Tages vorher neu gestrichen und der Boden gut gewässert, damit es nicht so staubt. Die Begrüßung der „Internationalen Gäste“, die aus Godshorn, Schwarmstedt, Engelbostel und- wie beispielsweise das Ehepaar Schneider- sogar aus Gronau an der Leine angereist sind, übernimmt Ortsbürgermeister Grundey. Er gratuliert Christa und Georg Mitschke zum 20. Jubiläum des Serenadenkonzerts und überreicht ihnen zum Dank einen großen Präsentkorb. Und wer jetzt nachgerechnet hat, 18 Konzerte in 20 Jahren, da fehlt doch was, der hat recht. Von 2001 bis 2003 musste das Konzert ausfallen. Aber das soll ja jetzt nicht mehr passieren.