„Dieser Einsatz hat uns verändert“

Moderne Piktogramme untermalen das Verbot, dem Teich am Bultwiesenweg nah zu kommen - eine rechtliche Absicherung für die Stadtverwaltung. (Foto: G. Gosewisch)

Schilder nach Unfall am Bultwiesenweg-Teich aufgestellt

Schulenburg (gg). Am Bultwiesenweg ist nach dem Unfalltod des siebenjährigen Alejandro, der vor eineinhalb Jahren im Teich auf der Grünfläche zwischen Tannenstraße und A352 in Schulenburg-Süd ertrunken ist, nichts mehr wie es früher war. Unter den Anliegern ist das Ereignis gegenwärtig.
Gedenkkerzen sind immer noch aufgestellt, persönliche Briefe an Alejandro liegen daneben. Schulenburgs Ortsbrandmeister Jens Koch sagt: „Dieser Einsatz hat uns verändert.“ Bewusst suche er den Unfallort nicht auf, das sei bezeichnend. Immer wieder sei die Frage diskutiert worden, auch mit Anliegern, ob am Teich etwas verändert werden muss, um zukünftige Unglücke ähnlicher Art zu verhindern. Jens Koch ist sich nicht im Klaren: „Was soll man machen? Ein Zaun würde zum Überklettern reizen.“ Bereits im vergangenen Februar schrieb eine ECHO-Leserin: „Vor einem Jahr ist der kleine Junge im Eis eingebrochen und ertrunken. Jetzt ist es wieder dasselbe Wetter und dieselben Gegebenheiten – eine harmlos aussehende Grube mit etwas Eis darauf. Muss erst wieder etwas passieren, damit sich etwas ändert? Es ist traurig, dass bis jetzt nichts unternommen wurde, um diese Stelle sicherer zu machen.“ Eine umgehende entsprechende Anfrage an die Stadtverwaltung seitens der Redaktion brachte nun eine Antwort: „Die Stadtverwaltung hat ihre wenigen Möglichkeiten sehr kritisch abgewogen und dann entschieden, das Biotop in Schulenburg zu belassen und dieses, bis auf Weiteres, nicht zu umzäunen. Das Biotop ist aus Aspekten des Naturschutzes wertvoll; das Gehölz zwischen der Wasserfläche und dem unbefestigten Weg wirkt wie eine natürliche Barriere. An beiden Zugangsmöglichkeiten zum Biotop wurden Schilder aufgestellt, auf denen in Bild und Schrift vor dem Gewässer gewarnt wird.“