Diverse Betrugsfälle einer Serie

Täter täuschen vermeintliche Notlage für Drogenkonsum vor

Langenhagen. Die Polizei Langenhagen bearbeitet zur Zeit diverse Betrugsfälle einer Serie. Der männliche, junge, erwachsende Täter sucht persönlich überwiegend Gewerbetreibende und Arztpraxen, in Einzelfällen aber auch Privatpersonen und -haushalte auf, um sich von diesen unter dem Vortäuschen einer Notlage - teilweise auch gegen Übergabe eines vermeintlichen Pfands (wie etwa Schlüsselbund, Ausweis, Krankenkassenkarte oder ähnliches) - Geld zu leihen. In den meisten Fällen hat der Täter bislang vorgegeben, sich ausgesperrt zu haben und nun Geld für einen Schlüsseldienst zu benötigen. In vielen Fällen hat er von den hilfsbereiten Langenhagener Bürgerinnen und Bürgern auf diese Art und Weise zwischen 20 und 50 Euro erhalten. Der Täter tritt dabei bislang ausnahmslos nett, höflich und hilfesuchend und nie drohend oder gewalttätig auf.
Die Polizei Langenhagen konnte den Täter schon vor einigen Wochen ermitteln und auch vernehmen. Dabei räumte er ein, die Taten zur Finanzierung seines Drogenkonsums begangen zu haben. Gleichwohl liegen die Voraussetzungen für eine Verhaftung oder Unterbringung zur Zeit nicht vor. Dies wurde in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hannover geprüft.
Die Langenhagener Bürger werden geben, sich nicht von der vermeintlichen Notlage des Täters beeindrucken zu lassen. Andernfalls würden sie so den Drogenkonsum mitfinanzieren.