Dobermann-Rüde mit Pfeilen betäubt

Der Hund wird mit zwei Fangschlingen fixiert und ein Maulkorb angelegt.

Feuerwehr fängt aggressives Tier

Schulenburg. Gegen 17 Uhr wurden am Montag die Polizei und der Rettungsdienst in die Dorfstraße nach Schulenburg alarmiert. Dort wurde ein 39-Jähriger Mann, der auf den Hund eines Freundes aufpassen sollte, von diesem verletzt. Der dreijährige Dobermann-Rüde fügte dem Mann Bissverletzungen an Händen, Lende und Oberschenkel zu, sodass dieser medizinisch versorgt und ins Nordstadt Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Das Opfer schaffte es noch die Leine des Hundes an einem Straßenschild zu befestigen, so dass zuerst nur der Tierschutzverein Hannover verständigt wurde. Dieser sollte den Hund auf Grund der Gefährdung für das Allgemeinwohl in eine Transportbox und dann ins Tierheim bringen. Da der Hund aber aggressiv war, wurde um 17.56 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Krähenwinkel, die für Tierrettungen im Stadtgebiet Langenhagen zuständig ist, alarmiert. Diese rückte mit einem Fahrzeug und vier Kräften an.
In Abstimmung mit der Polizei und der Mitarbeiterin des Tierschutzes entschied Ortsbrandmeister Kai Jüttner, seine Mannschaft nicht unnötig zu gefährden und das Tier nicht durch weitere Fangversuche zu stressen, sondern die Tierrettung der Berufsfeuerwehr Hannover für eine Betäubung, um Amtshilfe zu bitten. Diese rückte mit vier Kräften und zwei Fahrzeugen an.
Die Berufsfeuerwehr betäubte den Hund daraufhin mit zwei Pfeilen. Danach wurde ihm ein Maulkorb angelegt und er mit zwei Fangschlingen von Feuerwehr und Tierschutz in eine Transportbox der Feuerwehr gebracht. Um 19.50 Uhr brachte die Feuerwehr den Dobermann dann in das Tierheim Hannover-Langenhagen. Über den alles Weitere entscheidet das Veterinäramt in den nächsten Tagen.
Um 20.15 Uhr rückte die Feuerwehr Krähenwinkel wieder in das Feuerwehrhaus ein.