Drei Mal Goldener Spaten

Der Ehrenvorsitzende Heinrich Köller (Zweiter von rechts) den Preis stellvertretend entgegen. Links Vereinsvorsitzender Dietmar Schumacher und Bürgermeister Friedhelm Fischer. Foto: E. A. Nebig

Gartenfreunde: Sieger Herbert Brungert war im Urlaub

Langenhagen (ne). Vor drei Jahrzehnten entstand auf einem Brachgelände am ebenfalls noch im Bau befindlichen Sportzentrum I am Ende der Leibnizstraße die Kleingartenanlage Rennbahnblick. Während der mühevollen Aufbauarbeit kam dem damaligen ehrenamtlichen Bürgermeister Walter Bettges 1978 die Idee zur Stiftung des Wanderpreises „Goldener Spaten“ durch die Stadt Langenhagen. Verwaltungsausschuss und Stadtdirektor Karl-Heinz Brandt befürworteten die Stiftung mit dem Reglement: Der gestiftete Preis mit vier Platzierungen soll ab 1979 zu einem jährlichen Wettbewerb um den schönsten Garten der Kleingarten-Kolonie „Rennbahnblick“ der Kleingärtner-Vereinigung „Gartenfreunde Langenhagen“ anregen. Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Fach-Jury. Seitdem hat Jahr für Jahr wohl jeder der jeweiligen 75 Gartenpächter den Ehrgeiz gehabt, einmal den goldenen Spaten zu gewinnen oder unter den Platzierten zu sein. Jetzt fand der Wettstreit zum 31. Mal statt. Eine unabhängige Jury, die der Vorstand des Vereins der Gartenfreunde Letter entsandte, bewertete die Gärten der Gartenfreunde in Langenhagen nach dem Bundeskleingartengesetz. Dieses schreibt unter anderem zwingend vor, dass ein Kleingarten zu je einem Drittel aus Nutzgarten, Ziergarten sowie einer Laube zu bestehen hat. Geprüft wurden deshalb Gesamteindruck, Pflege der Kulturen, kleingärtnerische Nutzung sowie der Freizeit- und Laubenbereich. Die Prüfer waren dabei sehr streng! Beim Laubenfest am vergangenen Sonnabend wurden die Preise von Bürgermeister Friedhelm Fischer und den Vereinsvorsitzenden Dietmar Schumacher vergeben. Nach je einer Ansprache beider Herren, in deren Verlauf sie das Engagement der Gartenfreunde bei der vorbildlichen Pflege und Gestaltung ihrer Parzellen lobten, lüftete der Bürgermeister das bis dato geheimgehaltene Ergebnis um Sieg und Platz. Doch wie schon einmal in der Vereinsgeschichte war der Sieger nicht anwesend, sondern im Urlaub. Er ahnt noch nichts von seinem Glück. Der Ehrenvorsitzende der Gartenfreunde, Heinrich Köller, nahm den Preis deshalb stellvertretend entgegen. Zum dritten Mal hat Herbert Brungert den begehrten Spaten mit der Bewertung 92 Punkte gewonnen. Den zweiten Platz mit 91 Punkten belegte Walter Gnilka vor Inta Graß mit 88 Punkten. Vierter wurde der mehrfache Wettbewerbssieger Klaus Bräuniger, dessen Garten mit 87 Punkten bewertet wurde. Die Bewertung sei keine leichte Aufgabe gewesen, das zeigten die eng beieinanderliegenden Punktzahlen der Bewertungen, hieß es von Seiten der Jury, die die Anlage auch insgesamt lobte. Bleibt anzumerken, dass die Stadt einen neuen Spaten stiften will; denn auf dem jetzigen ist kein Platz mehr für Siegerplaketten frei.