Drei Tage Spiel, Spaß und Unterhaltung

Strahlendes Sommerwetter: Der Marktplatz war beim Stadtfest gut gefüllt. (Foto: D. Lange)

Partyband heizte beim Stadtfest mit internationalen Rockstars ein

Langenhagen (dl) Für die Veranstalter des Stadtfestes ist es mit Sicherheit keine leichte Aufgabe, den unterschiedlichsten Ansprüchen an ein Event dieser Art gerecht zu werden und ein familientaugliches Programm auf die Beine zu stellen, mit dem alle zufrieden sind. Dennoch würde ein wenig mehr Lust zum Experimentieren der Veranstaltung sicher gut tun. Offenbar beginnt sich aber gerade in dieser Hinsicht ein Wandel abzuzeichnen, denn wer bisher das Stadtfest nach der Qualität der Musikangebote beurteilt hatte, dürfte sich diesmal verwundert die Augen gerieben haben. Um die Feierlaune der Partygänger erfolgreich anzuheizen, bewegte sich die musikalische Bandbreite der dreitägigen Sause bis dato im wesentlichen zwischen Partydisco, Schlager und massentauglichem Mainstreampop. In diesem Jahr stellten gleich zwei hochklassige Jazzkonzerte auf der Bühne im Rathaushof sowohl in musikalischer Hinsicht als auch atmosphärisch eine Bereicherung des Angebots dar. Die Big Band des Gymnasiums Berenbostel machte am Sonnabendabend den Anfang und begeisterte die Fans einmal mehr mit ihren ausgefeilten Arrangements bekannter Jazz, Swing - und Rhythm & Blues-Standards. Anschließend folgte am Sonntagvormittag das hannoversche Jazz-Urgestein Fredo Fleischmann mit seiner Swing Company. Strömender Regen am Sonntag machte allerdings erstmals in der Geschichte der Jazzmatineen einen Umzug ins Foyer des Rathauses notwendig. Was also über lange Jahre offenbar nicht möglich schien, nämlich Jazz als eine zusätzliche Klangfarbe auf dem Stadtfest zu etablieren, konnte nun erfreulicherweise verwirklicht werden. Zumal die Sonntage im Sommer ja ohnehin im Zeichen der Jazzmatineen stehen. Mit der Partyband der Hit Radio-Show gaben sich zur gleichen Zeit am Sonnabendabend die internationalen Rockstars der 70er und 80er Jahre auf der Bühne am Marktplatz gewissermaßen die Mikros in die Hand. Deep Purple, ZZ Top, Abba, Freddie Mercury, Elton John und andere drehten im übertragenen Sinne ihre Verstärker auf und ließen es ordentlich krachen, sehr zur Freude der Zuschauer. In der Ostpassage nahm die Disco dagegen wie üblich erst mit Einbruch der Dunkelheit so richtig Fahrt auf.