Dreiviertel unter Wasser

Das Trio strebt eine Platzierung unter den ersten Zehn an.Foto: D. Lange

Langenhagener Synchronschwimmerinnen trainieren für Schwimm-WM

Godshorn (dl). War das Synchronschwimmen in den Anfangsjahren zu Beginn des 20.Jahrhunderts noch eher ein Wasserballett, so hat es sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem Hochleistungssport entwickelt, der seit 1996 olympische Disziplin ist und in seiner Struktur in etwa mit dem Eislaufen verglichen werden kann. Bewertet werden wie beim Eiskunstlauf sowohl technisch/artistische Elemente als auch die Choreografie, die Interpretation der Musik und die künstlerischen Inhalte. „Der Sport hat sich schon sehr verändert, ist viel athletischer geworden und die Konkurrenz ist groß. Da man sich während des Kür-Programms zu Dreiviertel der Zeit unter Wasser befindet, kommt es sehr auf ein großes Lungenvolumen an. Wir haben außerdem in einer Kür, die im Schnitt etwa dreieinhalb Minuten dauert, viele Heber, zum Teil zweistöckig, das verlangt Kraft und Ausdauer und deshalb brauchen wir dazu auch ein spezielles, darauf abgestimmtes Training.“ Das sagen Janine Lücke sowie Svea und Lena Döhner, die sich derzeit in ihrer Disziplin Synchronschwimmen unter Anleitung ihrer Trainerin Erika Döhner intensiv auf die Schwimm-WM der Masters vom 29. Juli bis 8. August in Göteborg vorbereiten. Die Masters-WM ist eine offene internationale Meisterschaft in den olympischen Disziplinen für Amateure und den Altersklassen von zwanzig bis achtzig Jahren. Mehr als 400 Sportler haben sich für diesen Wettbewerb angemeldet und am Start sind viele ehemalige Olympiasieger, Welt- und Europameister, die für ein konstant hohes sportliches Niveau sorgen werden.
Erika Döhner ist Sportwartin in der Schwimmsparte des SC Langenhagen und Trainerin, Betreuerin, Sponsor und Fahrerin in Personalunion für ihre drei Athletinnen, ihre beiden Töchter Svea und Lena sowie Janine Lücke, die schon seit Kindesbeinen an im Schwimmsport aktiv sind. Nach einer dreijährigen Pause, die sie unter anderem zur beruflichen Orientierung nutzten – alle drei studieren – wollten sie auch ihre sportliche Karriere weiter fortsetzen. Trainiert wird seitdem im Schwimmbad Godshorn, das ihnen die Trainingszeiten zur Verfügung stellt und zusätzliche Unterstützung bekommen die drei Sportlerinnen sowohl vom Bistro des Bades als auch vom Flughafen und dem Autohaus Rodewald in Langenhagen. Mitte dieser Woche werden sie also mit ihrer Trainerin via Dänemark zur WM nach Göteborg fahren, wo sie in den Disziplinen Solo und Trio eine Platzierung unter den ersten Zehn anstreben. Realistisch gesehen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg.