Drittes Neujahrskonzert der Schützen

Sie freuen sich auf das Neujahrskonzert (von links): musikalischer Leiter Ernst Müller, Oberschützenmeister Heiner Rust und Claus Broecker (zweiter Vorsitzender der Langenhagener Symphoniker). (Foto: K. Raap)

Volkstümliches Konzertprogramm mit Ernst Müller im CCL

Langenhagen (kr). Zum dritten Mal lädt die Schützen-Gemeinschaft Langenhagen zu einem großen Neujahrskonzert ein, verbunden mit einem Empfang durch die drei der Gemeinschaft angehörenden Vereine. Das sind die Schützenvereine Langenforth und Brink sowie die Schützengesellschaft Langenhagen. Ein herzliches Willkommen von Oberschützenmeister Heiner Rust gilt natürlich auch allen anderen Musikfreunden der Flughafenstadt. Die Veranstaltung findet statt am Sonntag, 11. Januar, ab 16 Uhr im Erdgeschoss des CCL (Ostseite). Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Mirko Heuer übernommen. Durch das Programm führt Detlef Leonenko, im Orchester auch als Flötist aktiv. Der Eintritt ist frei. Für die Musik sorgt wie schon bei den letzten beiden Neujahrskonzerten Ernst Müller mit den Langenhagener Symphonikern. Der Musikdirektor ist seit Jahrzehnten eng mit den Schützen verbunden. Für den kommenden Sonntag hat Ernst Müller ein ebenso volkstümliches wie abwechslungsreiches Programm angesagt. Ein Schwerpunkt dürfte die Musik von Vater und Sohn Strauss sein, beide mit dem Vornamen Johann. Der Jüngere gilt als der Walzerkönig schlechthin. Auch heute haben nicht nur Kompositionen wie „Kaiserwalzer“ und „Wiener Blut“ noch einen immensen Stellenwert. Sein Vater war damals in der Musikszene nicht annähernd so erfolgreich, doch mit dem 1848 uraufgeführten „Radetzky Marsch“ gelang ihm eine Komposition, die bis heute ein Dauerbrenner geblieben ist. Mit ihm wird seit Jahren traditionell das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker beendet. Natürlich kommt auch Ernst Müller am Sonntag nicht an diesem Stück vorbei, bei dem das Mitklatschen des Publikums an bestimmten Stellen eine wichtige Rolle spielt. Zu hören sind am 11. Januar auch die beliebtesten Melodien aus der 1905 uraufgeführten Operette „Die lustige Witwe“ von Franz Lehár und aus der zehn Jahre später vorgestellten Operette „Die Csárdásfürstin" von Emmerich Kálmán. Schmissige Marschmusik darf natürlich auch nicht fehlen. Vorbereitet hat Ernst Müller unter anderem den „Defiliermarsch“ von Wilhelm Wieprecht nach Motiven von Verdis Oper „Rigoletto“, „Gruß an Kiel“ von Friedrich Spohr, übrigens der Lieblingsmarsch von Heiner Rust, den er auch schon zweimal im CCL dirigierte. Intoniert wird auch das schwungvolle Volkslied „Ein Jäger aus Kurpfalz“. Dass drei Strophen des Liedes damals bald wieder gestrichen wurden, weil es in dem Text ziemlich frivol zuging, ist heute längst vergessen. Eine nette Geschichte gibt es auch zum Marsch „Alte Kameraden“. Als der Militärmusiker Carl Teike seine Komposition seinem vorgesetzten Kapellmeister vorstellte, sagte der ziemlich barsch: „Märsche haben wir genug. Den werfen sie mal in den Ofen.“ Teike tat es glücklicherweise nicht, und das Stück avancierte zu einem der populärsten deutschen Militärmärsche aller Zeiten. Ernst Müller wird den Titel sicherlich spätesten zum Schluss als Zugabe bringen.