"Dürfen Laternenmasten bunt sein?"

Die Schüler der vierten Klassen machten beim Projekt Kinderrat in der Aula ordentlich mit.

Kinderrat tagte in der Grundschule

Engelbostel. An der Grundschule tagte der Kinderrat, ein Projekt unter der Regie des Vereins "Politik zum Anfassen", gefördert vom niedersächsischen Kultusministerium und der Stadt Langenhagen. Noch gut in Erinnerung ist das jüngste Vereinsprojekt "Pimp Your Town!" im Rathaus, bei dem Schüler ihre Ideen zu Verbesserungen in ihrem Umfeld als politische Debatte aufbereiteten. Städtische Betreuerin beim Engelbosteler Kinderrat ist Regine von der Haar. Sie wird auch für den Ende Oktober in der Krähenwinkeler Grundschule geplanten Kinderrat zuständig sein.
In dem zweitägigen Planspiel in der Grundschule Engelbostel schlüpften die Schüler der Klasse 4a und 4b in die Rollen von Kommunalpolitikern. Sie lernten spielerisch, was Kommunalpolitik eigentlich bedeutet und überlegten sich im Anschluss Anträge, mit denen sie ihren Ort verbessern können. Zusammen mit ihren Paten, den Ortsratsmitgliedern Karin Eggers, Gudrun Mennecke und Wilhelm Eike, sowie der Ortsbürgermeisterin Bettina Auras und Langenhagens stellvertretendem Bürgermeister Willi Minne, diskutierten die Schüler am Folgetag, welche Anträge sie für besonders gut und wichtig empfinden. Im Anschluss fand eine große Kinder-Ortsratssitzung unter Leitung der Ortsbürgermeisterin Bettina Auras statt. Hierbei wurden die unterschiedlichen Anträge hitzig diskutiert.
So spaltete die Idee von farbigen Laternenmasten die Schülerschaft. “Wir sind hier nicht in einem Kinderparadies” kontert ein Schüler auf die Aussage, dass die Menschen in Engelbostel fröhlicher wären, wenn die Straßen bunter gestaltet sind.
Politiker und Lehrer merkten, dass manche Themen auch in der echten Politik eine große Rolle spielen. Beispielsweise wurde der Antrag auf Wasserspender in der Schule bereits thematisiert und wird nun wieder aufgenommen, so der Hinweis der Schulleiterin Stefanie Haller.