e-Commerce als Ergänzung statt Alternative

Stefan Müller (links) führt Rainer Fredermann durch die expert-Zentrale. (Foto: D. Lange)

CDU-Abgeordneter Rainer Fredermann besucht expert-Zentrale in der Bayernstraße

Langenhagen (dl). Aus Anlass eines informellen Besuchs des CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Fredermann sprach dieser mit dem Vorstandsmitglied für IT und Logistik der expert-Gruppe, Stefan Müller. Die Themen drehten sich um die Erfahrungen und Strategien der expert SE im Bereich e-Commerce und den damit im Zusammenhang stehenden Auswirkungen des Internet-Handels auf den stationären Handel. Die expert SE entstand 1962 als eine Einkaufsgemeinschaft der angeschlossenen Fachhändler, um damit auch gegenüber den Großvertriebsformen am Markt bestehen zu können. Was mehr denn je auch heute noch gilt, insbesondere angesichts des stetig wachsenden Bereichs des e-Commerce. Dadurch sieht sich der klassische Einzelhandel seit Jahren schon einem immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt, der bereits Opfer gekostet hat. Für ein mittelständisches Unternehmen wie expert liegt der Schlüssel zum Erfolg deshalb unter anderem in einer sinnvollen Verknüpfung von Online- und stationärem Handel. Das bedeutet für den Kunden, Kauf und Vorinformation im expert-Onlineshop ganz bequem von Zuhause aus und später im Ladengeschäft erfolgt nicht nur die für einen Technikmarkt so wichtige Beratung, sondern auch die Bezahlung und gegebenenfalls die Organisation des Lieferservice. Eine entsprechend darauf ausgerichtete Mitarbeiterschulung und kürzere Lieferzeiten als bei den Mitbewerbern sind nur zwei Aspekte einer ganzen Reihe von Maßnahmen, den aktuellen Herausforderungen des Marktes zu begegnen. Dabei spielt die Qualifizierung der Mitarbeiter eine der wichtigsten Rollen, was vor allem in der Nachwuchsschulung zum Ausdruck kommt, denn auch hier sieht sich der Einzelhandel mittlerweile im Wettbewerb. Müller spricht in diesem Zusammenhang von einer Ausbildungsoffensive und forderte dazu auf, sich bei expert um Ausbildungsplätze zu bewerben. Der Bereich Warenvertrieb GmbH als eigenständige Tochterfirma an der Bayernstraße ist mit seinen Dienstleistungsangeboten und dem Zentrallager auf einer Fläche von mehr als
32. 000 Quadratmetern und 450 Beschäftigten die Zentrale von expert. Von hier aus werden die expert-Händler deutschlandweit beliefert. Um den Anspruch kurzer Lieferzeiten auch künftig erfüllen zu können, sei im Sinne einer vergrößerten Lagerfläche und optimierter Arbeitsabläufe eine Erweiterung des Logistikbereichs erforderlich, so Müller. Allerdings stehe derzeit kein dafür geeignetes Grundstück zur Verfügung, ein Standortwechsel andererseits sei aber für expert auch keine Option.