Echte Arbeitsplätze kennenlernen

IGS-Schüler der Klasse 8.3 hatten bei der Metallverarbeitung im Berufsbildungswerk vollwertige Arbeitsplätze zur Verfügung.

IGS-Klasse streifte durch Berufsfelder

Langenhagen (gg). An der IGS sind Berufspraktika für Schüler des neunten Jahrgangs vorgesehen. Entsprechende Plätze müssen sie sich selber suchen, was eine Idee zum Arbeitsleben voraussetzt. „Aber die fehlt vielen Schülern“, sagt Anne Sophie Hahne, Klassenlehrerin der 8.3. Ihr ist es wichtig, dass Schüler sich so früh wie möglich ihrer Talente, Fähigkeiten und Neigungen bewusst werden. „Nur so können sie einen Beruf finden, der wirklich zu ihnen passt“, ergänzt sie aus ihren Erfahrungen aus dem AWT-Unterricht (Arbeit, Wirtschaft, Technik), wo die Schüler handwerklich tätig werden. Eher zufällig ist sie auf das Angebot der „Annstift Leben und Lernen gGmbH“ aufmerksam geworden. Das diakonische Berufsbildungswerk bietet Berufsorientierung an, das die Klasse 8.3 nun absolviert hat. Nach einer Potenzialanalyse, die bereits im Dezember lief, arbeiteten die Schüler nun zwei Wochen (versetzt im Januar und Februar) in zehn Berufsfeldern, die grundsätzlichen Tätigkeiten zugeordnet sind. So konnten die Schüler an echten Arbeitsplätzen ausprobieren, ob sie lieber pflegen und erziehen oder kreativ gestalten, ob sie verkaufen möchten oder lieber produzieren und damit etwas fertigen, ob sie verwalten oder lieber Service leisten. Mögliche Ausbildungsberufe sind dem zugeordnet und verschaffen Übersicht über die Vielzahl der Möglichkeiten. Die vor Jahren noch üblichen Bezeichnungen wie Maler, Kaufmann, Schweißer, Gärtner oder Elektriker haben Spezialisierungen bekommen. So gibt es beispielsweise das Berufsbild Kellner gar nicht mehr, stattdessen werden Restaurantfachleute, Diätassistenten oder Systemgastronome ausgebildet. „Es gab viele Erkenntnisse und auch Überraschungen“, sagt Anne Sophie Hahne rückblickend. Der Unterrichtsausfall während der Zeit sei durchaus zu verschmerzen. Die Klassenlehrerin sagt: „Nur beim Ausprobieren können Schüler merken, was ihnen liegt und was eher nicht.“