Edelsanierung oder einfach Ersatz?

Diskussion im Rat um interkulturellen Erlebnispark und Spielplatz an der Rathenaustraße

Langenhagen (ok). Kein Spielplatz an der Pfeifengrasstraße im Weiherfeld – damit ist CDU-Fraktionschef Mirko Heuer völlig einverstanden. Eine "Edelsanierung" des Spielplatzes an der Rathenaustraße für rund 75.000 Euro lehnt der Christdemokrat allerdings ab. Heuer: "Die CDU hat schon grundsätzlich Probleme 75.000 Euro für eine einzelne Spielplatzsanierung auszugeben. Dies gilt natürlich umso mehr in der aktuellen Situation unseres Haushalts." Heuer macht vielmehr den Vorschlag, das "Vorhandene" zu erhalten, einen konkreten Ersatz bei einem endgültigen Aus einzelner Spielgeräte zu leisten. Er spricht sich allerdings gegen eine komplette Neugestaltung oder eben Edelsanierung aus. Material sei auf dem Betriebshof noch ausreichend vorhanden – etwa eine Edelstahlrutsche, die in der Hindenburgstraße abgebaut worden ist oder aber eine pfiffige Aussichtsplattform. Seine Fraktion spreche sich dafür aus, keine weiteren Spielplätze mehr grundzusanieren, sondern eher eine Summe für die qualitative Instandhaltung bereitzustellen. Marco Brunotte widerspricht der Darstellung des Christdemokraten, sieht an der Rathenaustraße keine "Edelsanierung", immerhin sei der Betrag von 130.000 Euro auf 75.000 Euro reduziert worden. Den Vorwurf von Bernd Speich, dass er kein Verständnis für den interkulturellen Erlebnispark habe, und es sich um ein Luxusgut für 500.000 Euro handle, konterte der SPD-Landtagsabgeordnete mit den Worten: "Der interkulturelle Erlebnispark ist kein Luxusgut, sondern eine notwendige Ergänzung." Mit 23:17-Stimmen wurde die Prioritätenlist für Kinderspielplätze letztendlich verabschiedet.