Editha Lorberg erneut nominiert

Editha Lorberg erläutert ihre politischen Ziele. Jessica Borgas und Hendrik Hoppenstedt hören zu. (Foto: D. Lange)

Generalsekretär Ulf Thiele sieht "schweren und anspruchsvollen Wahlkampf"

Resse (dl). Nachdem Hendrik Hoppenstedt von den CDU-Delegierten seines Wahlkreises bereits als Direktkandidat für die kommende Bundestagswahl nominiert wurde, steht jetzt auch Editha Lorberg fest als Kandidatin der CDU für ihren Wahlkreis Garbsen/Wedemark bei der Landtagswahl im Januar. In der Aufstellungsversammlung im Heidegasthof Löns in Resse erhielt Lorberg von den Delegierten ihres Wahlkreises 98,5 Prozent aller Stimmen. Durchaus erwartungsgemäß, zumal es keinen Gegenkandidaten gab. Lorberg genießt seit langem ein hohes Ansehen und ist gut vernetzt in ihrer Partei. Seit 2003 ist sie Mitglied des niedersächsischen Landtags und tritt, wie sie sagt „aus voller Überzeugung für die Werte der CDU ein“. Den Grundstein für ihr politisches Denken legte Lorberg schon während ihrer Schulzeit und ihre Parteimitgliedschaft sei gewissermaßen eine Weichenstellung für ihr weiteres politisches Leben gewesen. In ihrer Fraktion ist sie die stellvertetende Vorsitzende für die Bereiche Sport, Inneres, Recht und Verfassung. Zu ihrer Wahl sagte sie: „Ich bin gerne Ihre Kandidatin, weil ich dabei sein möchte, wenn nach dem 14. Januar, dem Tag der Landtagswahl, das Land endlich wieder so regiert wird, wie es notwendig ist.“ An der derzeitigen Rot-Grünen Regierungskoalition lässt sie demzufolge kein gutes Haar. Ob es die Aufarbeitung des Falles Safia und die hierbei festgestellten Fahndungspannen sind oder in diesem Zusammenhang das geplante neue Polizeigesetz, das der Polizei künftig weniger, statt, wie von der CDU gefordert, mehr Fahndungsinstrumente an die Hand geben will und vieles mehr an Versäumnissen zählt Lorberg auf, für die sie die derzeitige Landesregierung ihrer Meinung nach verantwortlich macht. Lorberg wirft dem Regierungschef Stephan Weil auch in der VW-Affäre Interessenlosigkeit vor und der Kultusministerin Frauke Heiligenstadt schreibt sie ein „Ungenügend, Versetzung gefährdet“ ins Zeugnis. Genaugenommen sollte es, nebenbei gesagt, aus ihrer Sicht natürlich keine Versetzung geben. Ulf Thiele, Generalsekretär der Niedersächsischen CDU, präsentierte sich zu Beginn seines Vortrags als bekennender Ostfriese betont bodenständig und schwor die Delegierten anschließend auf einen schweren und anspruchsvollen Wahlkampf ein. Eigentlich seien es ja zwei, denn dem Bundestagswahl am 24. September folgt im Januar gleich die Landtagswahl in Niedersachsen. Dieser Wahlkampf, so Thiele, wird inhaltlich und strategisch zur anspruchsvollsten Aufgabe seit langem und ein Wahlsieg alles andere als ein Selbstläufer. Mit Blick auf die derzeitige politische Verfassung Europas stellte Thiele fest: „Selbst wenn die Anderen“, und meint damit die SPD, „von ihrem Höhenflug wieder runterkommen, ist nicht nur die europapolitische Situation äußerst schwierig und angespannt. Der politische Rechtsruck in Europa und im Zusammenhang damit die bevorstehende Präsidentenwahl in Frankreich sowie die Parlamentswahl in den Niederlanden, der anhaltende Syrienkrieg, der politische Umbruch in derTürkei und nicht zuletzt der Brexit, all das macht uns Sorgen, vor allem angesichts der möglichen politischen Alternativen in unserem Land.“ Aber auch in Deutschland gebe es genug Probleme, die Thiele nicht dem politischen Gegner überlassen will. Bayern beispielsweise sei vorne bei der Schulpolitik und Digitalisierung, während es in ganz vielen niedersächsischen Schulen noch nicht einmal einen WLAN-Anschluss gebe.