Ehrung für Horst Hartwig

Horst Hartwig und Justyna Scharlé sprachen über die Integration. (Foto: G. Gosewisch)

Integrationslotse mit christlicher Motivation

Langenhagen (gg). Nach einer Ehrung für den Integrationslotsen Horst Hartwig im niedersächsischen Sozialministerium gab es nun ein Treffen mit Bürgermeister Mirko Heuer im Rathaus. Er dankte für Hartwigs ehrenamtliches Engagement, überreichte ein kleines Geschenk – den symbolischen Rathaus-Honig. Im Gespräch mit der städtischen Integrationsbeauftragten Justyna Scharlé lobte Horst Hartwig die Unterstützung, die er seitens der Stadtverwaltung hat. Der Treffpunkt MILA, eingerichtet von der Stadtverwaltung an der Schützenstraße, sei ideal, um Absprachen für die Integrationsarbeit zu treffen. Außerordentlich gut klappe die Betreuung der Zugezogenen, die Hilfe beim Deutschlernen oder eine Rechtsberatung bekommen. Seit mehr als 20 Jahren ist Horst Hartwig im Verein „Gemeinsam leben in Langenhagen“ aktiv, eine Einrichtung, die in der Emmaus-Gemeinde entstanden ist. Er hat schon bei der Betreuung der Kosovo-Flüchtlinge in den 90er-Jahren geholfen. „Meine christliche Überzeugung ist meine Motivation“, sagt der Integrationslotse, der eine umfassende VHS-Fortbildung (Umfang 48 Unterrichtsstunden insgesamt) auf sich genommen hat. Vor seinem Ruhestand war er beim medizinischen Dienst der Bundeswehr tätig. Sein persönliches Ziel sei es, einen Beitrag für einen respektvollen Umgang unter den Menschen zu leisten, was nicht nur den Umgang mit geflüchteten Mensche betreffe. Mit Blick auf den Zuzug während des Kosovo-Kriegs sagt Horst Hartwig, 66 Jahre alt: „Da war ich ja noch jünger, vielleicht habe ich da alles noch leichter genommen. Aber die Integrationsaufgabe nun ist sicherlich größer.“