Ehrungen, Varieté und Turnkunst

Willi Minne freut sich mit Friederieke Poneß (Judoclub Godshorn) bei der Übergabe der Urkunden. (Foto: D. Lange)
 
"The Flying Sparkles" des SC Langenhagen überzeugten mit ihrer Show. (Foto: D. Lange)

Feierliche Sportlerehrung im Theatersaal

Langenhagen (dl). Die Ehrung der erfolgreichsten Sportler hat in Langenhagen eine lange Tradition und zählt anerkanntermaßen zu den wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Anders als sonst bildete diesmal das Rahmenprogramm mit sportlichen Schwerpunkten eine gelungene Abwechslung im Verlauf des Abends. Insbesondere die Mädchen der Turnsparte im SC Langenhagen „The Flying Sparkles“. Sie zeigten ein temporeiches Programm zwischen Varietè und Turnkunst in Kombination mit viel Musik. Die Linedance-Damen des MTV Engelbostel-Schulenburg eröffneten den Abend und beendeten zum Abschluss auch das offizielle Programm. Ebenso unterhaltsam wie das Rahmenprogramm zeigte sich auch das Bürgermeisterduo Mirko Heuer und Willi Minne. Beide hatten sichtlich Spaß bei ihrer Arbeit, die Urkunden zu übergeben und fanden für jeden Aktiven auch gleich die passenden Worte. Dabei spielten sich sich sportlich und witzig zugleich gegenseitig die Bälle zu und bezogen bei Bedarf die Moderatoren des Abends, Renate Gießelmann und Peter Probosch, in ihren humorvollen Schlagabtausch mit ein. Sie stellten die Sportler zunächst vor, bevor Minne und Heuer ihres Amtes walten konnten. Die Liste der ausgezeichneten Sportler bei der Traditionsveranstaltung ist diesmal eine bunte Mischung von „alten Hasen“ und „neuen Gesichtern“. Bei den Sportlern und Mannschaften des Jahres gab es eine dicke Überraschung mit der Mannschaft des Golfclubs Langenhagen, die nicht nur das erste Mal bei der Sportlerehrung dabei war und ausgezeichnet wurde, sondern sie nahmen auch gleich den Wanderpokal für die beste Mannschaft mit nach Hause. Sozusagen ein Sprung von Null auf Eins. Sehr stark vertreten waren in diesem Jahr die Judoka, sowohl die Behinderten in der Klasse G-Judo als auch die nichtbehinderten Sportler. Friederieke Poneß schoss bei der Verleihung der Urkunde allerdings den Vogel ab. In einer spontanen Geste voll überschwängliche Freude riss sie beide Arme hoch und erhielt dafür viel Beifall vom überraschten Publikum. In ihrer Altersklasse wurde sie Dritte bei der Landesmeistersaft im G-Judo. Insgesamt gesehen waren die behinderten Sportler in diesem Jahr sehr erfolgreich. Neben den Judokas hat sich auch die Torballmannschaft der BSG Langenhagen mit ihrem zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft wieder für eine Auszeichnung qualifiziert. Monika Meinhold von der RSG Langenhagen belegte den ersten Platz im Damen Doppel bei der Deutschen Meisterschaft. Erste Plätze errang sie dazu bei der Landesmeisterschaft im Schwimmen. Zu den alten Hasen und Wiederholungstätern gehören natürlich die Schwimmsportler um Florian Battermann, Valentin Pfeffer (der in dieser Saison allerdings zu den Wasserfreunden Hannover wechselte) und Severin Bünemann. Ebenso die Radsportler des RC BlauGelb mit Leo Appelt an der Spitze, der in diesem Jahr den Hattrick schaffte mit dem dritten Titel als „Sportler des Jahres“. Alte Hasen sind wieder die Geher und Läufer der DJK Sparta und ganz vorne mit dabei in diesem Jahr auch die Synchronschwimmerinnen des SV Langenhagen. Erste Plätze in der Landesmeisterschaft Altersklasse (AK) Junioren und in der offenen Gruppe sind der Beweis. Erste Plätze, speziell in den Geherwettbewerben, sind auch die Spezialität des 87-jährigen Karl-Heinz Teufert, auch wenn er in der AK 80 startet. Diesmal kam auch noch der zweite Platz in der Deutschen Meisterschaft im Speerwerfen dazu, was Teufert sinngemäß als Ausgleichssport betrachtet. Als Ausgleichssport in Verbindung mit kindlichem Ehrgeiz lassen sich vielleicht auch die Disziplinen für das Sportabzeichen ansehen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Friedrich-Ebert-Schule wieder für die prozentual meisten Sportabzeichen ausgezeichnet.